Feuerwehr Goch: Erste Bilanz nach schwerem Unwetter
Pressemeldung vom 15. Juli 2010, 10:30 Uhr
Das schwere Unwetter am Abend hat die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Goch
mehrere Stunden in Atem gehalten. Von etwa 18:30 Uhr bis gegen Mitternacht
waren 160 Feuerwehrleute mit allen 22 Fahrzeugen unter der Leitung von
Stadtbrandinspektor Georg Binn im Einsatz. Augenzeugenberichten zufolge
hatte eine Windhose in der Innenstadt getobt. Nach jetzigem Kenntnisstand
sind zwei Personen durch den Sturm verletzt worden. In Kessel wurde eine
15-jährige Jugendliche von einem Ast am Kopf getroffen. Der Rettungsdienst
brachte sie mit Schädelverletzungen ins Krankenhaus. Zum Glück nur leichte
Blessuren trug die Beifahrerin eines Autos in der Innenstadt davon, als ein
Baum auf die Windschutzscheibe des Fahrzeuges schlug.
In der Gocher Innenstadt sind die meisten Schäden entstanden. Betroffen
waren in Einzelfällen auch die Ortsteile Pfalzdorf und Asperden. Unzählige
Bäume wurden entwurzelt oder abgeknickt, Dachpfannen von den Dächern
gerissen und Gegenstände durch die Luft gewirbelt. An einem Wohnhaus an der
Dr. Rütten – Straße hob die Windhose das komplette Dach ein Stück ab, es
setzte sich versetzt wieder auf die Mauern. Mehrere abgestellte Fahrzeuge
wurden von umstürzenden Bäumen getroffen.
Mit Unterstützung des Kommunalbetriebes der Stadt Goch, der mit Bagger,
Radlader und Schleppern im Einsatz war, beseitigte die Feuerwehr zunächst
die Gefahrenstellen an den Hauptverkehrsstraßen so gut es ging. Derzeit sind
jedoch der Nordring, die Pfalzdorfer Straße, die Straße Asperberg sowie die
Buschwaldstraße teilweise sowie der Stadtpark voll gesperrt. Feuerwehr und
Stadt Goch empfehlen dringend, Waldgebiete vorerst zu meiden.
Das Ausmaß des Sturmschadens in Goch ist derzeit noch unklar. Sobald weitere
Informationen vorliegen und z.B. Straßensperrungen wieder aufgehoben werden
können, informieren Feuerwehr und Stadt Goch im Internet und über die
Medien.
Quelle: Pressedienst der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Goch
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