Gütersloh: Fahrtraining, Wohnkonzepte, Foto-Wettbewerb Seniorenbeirat blickte zufrieden zurück

Pressemeldung vom 30. November, 2009, 10:54 am

Gütersloh. Arbeitsreiche Jahre liegen hinter dem jetzigen Seniorenbeirat der Stadt Gütersloh. Viele neue Ideen wurden nicht nur umgesetzt, sondern erfuhren auch Nachahmer. Und so konnten die Mitglieder unter dem Vorsitz von Wilhelm Krümpelmann eine sehr positive Bilanz ziehen. Die politischen Diskussionen um die Vielzahl der Heimplätze, der Weiterentwicklung der Wohngruppenformen und der inzwischen aufgenommenen Konzepte für barrierefreies Wohnen zeigen, dass sich in den Köpfen der Planer und Investoren etwas bewegt. Kritisch seien allerdings die zu hohen Kosten solcher Wohneinheiten. Man werde daher auch künftig nicht nur den Markt sehr sorgfältig beobachten, sondern weiter in den Einrichtungen präsent sein. Die Gespräche mit den Ratsfraktionen haben gezeigt, dass man dort die Anliegen der Senioren ernst nehme. Hieran gelte es weiterzuarbeiten.

Einen besonderen Erfolg verbucht inzwischen das Fahrtraining, das der Seniorenbeirat gemeinsam mit der Verkehrswacht durchführt. Die Zufriedenheit der Teilnehmer, die auf dem ehemaligen Flughafengelände ihre freiwilligen Parcours ableisten, ist schon etwas Besonderes. Fit beim Auto fahren, bedeutet das eine. Fit mit 100, der Bewegungsgymnastik in den Seniorenheimen die andere Möglichkeit, solange wie es geht aktiv am Leben teilhaben zu können. Besondere Höhepunkte waren auch die angebotenen Veranstaltungen, wie die Lesung zu Demenz in der Stadtbibliothek mit einer enormen Zuhörerkulisse. Traditionelle Veranstaltungen, wie der jährliche Dank an die pflegenden Angehörigen werden auch in Zukunft ihren Platz behaupten. Ausgebaut werden muss die Gesprächsrunde zwischen jung und alt, moderiert durch die Volkshochschule.

Wichtig die Schaffung und der Ausbau von Netzwerken, gemeinsam mit den Wohlfahrtsverbänden, in der Sozialarbeit. Überragendes Thema wird künftig die Barrierefreiheit. Auf Grund der demografischen Entwicklung muss der Druck auf die Planung und den Architekten erhöht werden. Obwohl dies nicht allein am Alter festzumachen ist. Betroffen sind alle Bevölkerungsschichten. Ein besonderer Höhepunkt in diesem Jahr der Fotowettbewerb SIBA – Sport im besten Alter – dessen Preisverleihung in wenigen Tagen erfolgt und der mit einer Wanderausstellung verbunden wird.

Das Thema Fußgängerzone wird der neue Seniorenbeirat behandeln müssen. Gemeinsam mit der Verwaltung müsse ein tragfähiges Konzept für die Gütersloher Innenstadt entwickelt werden. Und so galt denn auch der besondere Dank Karin Schramm und Wolfgang Lakämper, für die gute Zusammenarbeit und ihren ständigen Einsatz für die Senioren in dieser Stadt.

Für die Verwaltung betonte Dezernent Jochim Martenmeier, dass die Arbeit des Seniorenbeirates ein wichtiger Teil des Gestaltungsrahmens in der politischen Auseinandersetzung sei. Hier würden viele Dinge angestoßen, die manchmal auch die Verwaltung in Atem halten würden. Er schätze diese pragmatische Arbeit, denn sie zeige, wie viel man bewegen könne. Leider sei die Barrierefreiheit immer noch unbefriedigend. Er werde aber darauf drängen, dass Verabredungen eingehalten würden. Die aktuelle Haushaltssituation zeige, dass künftig gespart werden müsse, allerdings dürfe es nicht zu einem Verteilungskampf zwischen alt und jung kommen.

Als einen besonderen Leckerbissen zum Jahresabschluss kündigte der Seniorenbeirat die Senioren-Weihnachtsfeier am Sonntag, 6. Dezember, in der Stadthalle Gütersloh an. So werden nicht nur der St. Petersburger Kinderchor und das Symphonische Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr Gütersloh die Gäste auf Weihnachten einstimmen, sondern auch das Kinder-Ensemble der Sport- und Ballettschule Neumann. Karten sind noch beim Gütersloher Marketing, Berliner Straße 63 erhältlich.

Quelle: Stadt Gütersloh – Pressestelle

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