Gütersloh: Fisch auf den Tisch

Pressemeldung vom 21. Februar 2011, 16:28 Uhr

Einkaufsratgeber helfen bei der Auswahl/Umweltberatung appelliert an Verbraucher
Gütersloh (gpr). In 25 Jahren Umweltberatung in Gütersloh ist immer wieder die Frage nach gesunden Lebensmitteln gestellt worden. Wurden Schadstoffe in Lebensmittel entdeckt, wie Perchlorethylen in Olivenöl oder dieses Jahr aktuell Dioxin in Eiern und Fleisch ist die Beratungsnachfrage besonders stark. „Eine Alternative zu Fleisch ist für Ratsuchende in den letzten Wochen oft Fisch“, so die Erfahrung der städtischen Umweltberaterinnen Beate Gahlmann und Gisela Kuhlmann. Und die beiden wissen auch, welcher Fisch empfehlenswert ist.
Umweltlabel und Logos helfen bei der Einkaufsentscheidung. Um Fisch als wichtigen Baustein der Ernährung langfristig zu sichern ist das Umweltlabel MSC (Marine Stewardship Council) ins Leben gerufen worden. Produkte mit diesem Siegel zeichnen sich durch umweltverträgliche Fischerei aus. Beim Thunfischfang verfangen sich besonders viele Delphine. Das Logo SAFE zeichnet Thunfisch aus, bei dem keine Delphin gefährdenden Fangmethoden einsetzt wurden.
Bei Zuchtfischen aus Aquakulturen (Zuchtfarmen) treten ebenfalls unterschiedliche Umweltprobleme wie zum Beispiel Verschmutzungen durch Pestizide und Desinfektionsmittel auf. Beachtenswert ist auch, dass in der Thunfischmast 20 Kilogramm wild gefangener Fische für jedes Kilogramm Thunfisch benötigt werden. Aquakulturen mit strengen nachhaltigen Standards bieten Bio-Produkte von Bioland und Naturland.
Vom WWF Deutschland (World Wildlife Fund) und von Greenpeace sind hilfreiche Einkaufsratgeber herausgegeben worden, in denen die in Deutschland am meisten verzehrten Fischarten, deren Bestände und Fangmethoden bewertet werden. Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine gibt eine Einkaufshilfe für Thunfisch heraus. Greenpeace hat darüber hinaus auch Supermärkte zu ihrer Einkaufspolitik bei Fisch und anderen Meeresfrüchten befragt und das Ergebnis veröffentlicht.
„Beim Einkauf kann jeder Verbraucher seinen Einfluss nutzen“, empfiehlt Gisela Kuhlmann. „Fragen Sie in Ihrem Supermarkt nach: Wo kommt der Fisch her? Wie wurde er gefangen? Wie sieht die Einkaufspolitik des Unternehmens aus“, so die Umweltberaterin.
Fragen zur nachhaltigen Fischerei, den genannten Siegeln und zu den Einkaufsratgebern beantworten Ihnen gerne die städtischen Umweltberaterinnen Beate Gahlmann und Gisela Kuhlmann, Eickhoffstraße 33, Telefon 822088. Die Einkaufsratgeber gibt es ebenfalls bei der Umweltberatung.
www.umweltberatung.guetersloh.de Stichwort Ernährung.

Quelle: Stadt Gütersloh – Zentrale Öffentlichkeitsarbeit

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