Gütersloh: Für alle eine Bereicherung – Familie Flöttmann betreut ein Pflegekind
Pressemeldung vom 2. Juni, 2010, 3:21 pm
Gütersloh (gpr). „Es ist schön ein jüngeres Geschwisterkind zu haben“, sagt die 15-jährige Annika. Wenn sie von der Schule nach Hause kommt, freut sie sich darauf, in dem großen Garten mit dem dreijährigen Jason auf dem Trampolin zu springen. Seit Mai 2009 ist Jason als Pflegekind in der Familie Flöttmann. „Eine Bereicherung für die ganze Familie“, sagt Beate Flöttmann.
Ein kleines Kind in der Familie zu haben, das kam für die Familie nicht überraschend. Bereits seit 2007 fanden Pflegekinder in der Familie ein Zuhause auf Zeit. Dass Jason jetzt in Dauerpflege bei der Familie ein „Nest“ gefunden hat, war in „keinster Weise geplant“, sagt Martin Flöttmann.
Das Ehepaar hatte immer schon einmal darüber nachgedacht, ein Pflegekind zu betreuen. Doch der Anstoß dazu, es wirklich zu tun, kam durch einen Zufall. Sie wurden von einer Bekannten direkt angesprochen und haben sich darauf eingelassen: „Die erste Woche war schon eine Umstellung“, erinnert sich Beate Flöttmann. Windeln, Wickeltisch, Kinderstuhl und Spielzeug im Wohnzimmer: Dabei ist die „optische“ Veränderung der Wohnung noch die geringste Umstellung.
„Man ist zeitlich nicht mehr so flexibel“ sagt Beate Flöttmann, die als Krankenschwester in Teilzeit arbeitet. Gut ist, dass die ganze Familie für Jason da ist. Dazu gehört außer Martin Flöttmann, der bei den Stadtwerken beschäftigt ist, auch Annikas Schwester Malin und auch die Großeltern. Die 17-jährige Malin freut sich darüber, dass mit Jason in der Familie die Geburtstage und auch die Weihnachtsfeier viel mehr Freude machen, weil man es mit den Augen von Jason sieht.
Alles, was Räder hat, ist für Jason hochinteressant. Der Dreijährige kennt alle Landmaschinen. Es hält ihn nicht lange bei den Gesprächen am Tisch, denn die Spielzeugbagger wollen bewegt werden. Aber auch für Bücher können die Flöttmanns den kleinen Jason begeistern. „Um so mehr, wenn es darin um Baufahrzeuge geht“, sagt Martin Flöttmann.
„Man soll sich einfach trauen“, rät Beate Flöttmann Familien, die sich überlegen, ein Kind in Pflege zu nehmen. Die Bereicherung steht für Beate Flöttmann an erster Stelle. Und wenn es Unsicherheiten oder Probleme gibt, seien Gespräche mit dem Pflegekinderdienst der Stadt Gütersloh sehr hilfreich. Andrea Geertz vom Team des Pflegekinderdienstes begleitet und betreut die Pflegefamilien. „Familien, die Interesse haben, können gern den Kontakt zu uns aufnehmen“, sagt Geertz. Den Pfegekinderdienst der Stadt Gütersloh erreicht man unter der Telefonnummer 822776
Quelle: Stadt Gütersloh – Zentrale Öffentlichkeitsarbeit
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