Herford: Stadtverwaltung schlägt Umzug städtischer Einrichtungen und…

Pressemeldung vom 5. Februar, 2010, 4:17 pm

Jährlich können konzernweit 160.000 Euro an Mietkosten eingespart werden.&edsp;Die Herforder Stadtverwaltung plant den Umzug städtischer Einrichtungen und Unternehmen in stadteigene Gebäude. In diesem Zusammenhang soll das derzeit leerstehende Daniel-Pöppelmann-Haus ab 2011 wieder in Teilen museal genutzt werden. Die angemieteten Standorte Auf der Freiheit 1 und Bäckerstraße 30/Ecke Alter Markt, in denen derzeit die Stadtmarketing-Gesellschaft Pro Herford, die Wirtschaftsförderung, die Kultur Herford gGmbH und die Sportabteilung untergebracht sind, sollen ab 2011 aufgegeben werden. Damit können künftig konzernweit jährliche Mietkosten in Höhe von 160.000 Euro eingespart werden.&edsp;Im einzelnen sehen die Planungen folgendes vor: Die Wohnbaugesellschaft WWS wird aus ihrem Domizil an der Berliner Straße ausziehen und künftig nicht vermietete Büroflächen im Elsbach-Haus nutzen. In die frei werdenden Räume an der Berliner Straße sollen dann ab 2011 die Stadtmarketing-Gesellschaft Pro Herford, die Wirtschaftsförderung und die Sportabteilung umziehen. Übergangsweise wird dort auch die Kultur Herford gGmbH untergebracht, bevor diese ab Mitte 2011 im Daniel-Pöppelmann-Haus unterkommt. Die Tourist-Info soll an einem neuen innenstadtnahen Standort mit einer hohen Kundenfrequenz untergebracht werden.&edsp;Erd- und Untergeschoss des Daniel-Pöppelmann-Hauses (DPH) sollen künftig für stadtgeschichtliche Ausstellungszwecke herangezogen werden. Das Obergeschoss wird Sitz der Kultur Herford gGmbH. Diesem Konzept haben die Grace- und Fritz Streuber Stiftung und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz zugestimmt. Beide Stiftungen überwachen die Verwendung der Spende der verstorbenen Eheleute Grace und Fritz Streuber, die für den denkmalgerechten Erhalt und die museale Nutzung des DPH 850.000 Euro bereitgestellt hatten. Für den Umbau des Gebäudes sind Kosten von 500.000 Euro vorgesehen. Der weitere Erhalt des Hauses soll aus den laufenden Erlösen der Stiftung finanziert werden.&edsp;&edsp;Über die Umzugskonzeption muss der Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung am 16. Februar beschließen, da bis Ende Februar die Mietverträge für die Immobilien Auf der Freiheit 1 und Bäckerstraße 30 gekündigt werden müssen. Bürgermeister Bruno Wollbrink setzt auf die Zustimmung der Politik: „Angesichts der schwierigen städtischen Finanzen kann ich nur dringend empfehlen, eine jährliche Einsparung von 160.000 Euro zu verwirklichen. Außerdem können wir Dank der Streuber-Spende das Daniel-Pöppelmann-Haus für stadtgeschichtliche Ausstellungen nutzen, was ich sehr begrüßen würde. Außerdem rechnen sich dann unsere Investitionen, die wir in der Vergangenheit für den Erhalt der Außenfassade aufgewendet haben.“&edsp;WWS-Geschäftsführer Magnus Kasner verweist auf die Einsparpotentiale, die sich durch das Umzugskonzept und die damit verbundenen Maßnahmen für die städtische Holding Herforder Versorgungs- u. Verkehrsbeteiligungs GmbH ergeben. Die WWS werde künftig das Facility-Management für das Elsbach-Areal übernehmen. Innerhalb der nächsten zehn Jahre sollen damit 1,1 Millionen eingespart werden. Hinzu kämen die entfallenden Mietausgaben. Damit sei in diesem Zeitraum unter der Berücksichtigung von Steuer- und Betriebskosteneffekten ebenfalls eine Reduzierung von 1,1 Millionen Euro verbunden.&edsp;Damit schlagen perspektivisch Einsparungen von insgesamt 2,2 Millionen Euro zu Buche. Außerdem entfielen Umbaukosten in Höhe von 1,1 Millionen Euro, die die WWS ansonsten an der Berliner Straße investieren müsste. „Vor dem Hintergrund der notwendigen Konsolidierung im Konzern Stadt Herford ist das vorliegende Raum- und Umzugskonzept“, so Magnus Kasner, „von großer Bedeutung, denn wir erreichen einen deutlichen Konsolidierungsbeitrag für die HVV.“

Quelle: Stadt Herford

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