Krefeld: Michael Kohlhaas am Freitag im Kinder- und Jugendtheater Kresch
Pressemeldung vom 8. März, 2010, 2:03 pm
Ein Mensch wird Opfer, dann Täter, dann wieder Opfer, dann wieder Täter, dann wieder Opfer. Die Kohlhaas-Geschichte zeigt, dass das möglich ist – und wie schnell es geht: ohne Täter und Opfer eindeutig zu kennzeichnen, ohne vorschnelle Schuldzuweisungen, ohne eindeutige Stellungnahme. Die verschachtelte Geschichte macht deutlich, wie kompliziert die Zusammenhänge des Lebens sind. Am Freitag, 12. März, ist das Stück um 19 Uhr im Kresch-Theater, Fabrik Heeder auf der Studiobühne 2 zu sehen.
Kohlhaas in der Fassung von Baliani und Rostagno kann als Anregung zur Nachdenklichkeit verstanden werden. Es gibt keine schnellen Antworten, keine eindeutigen Schuldzuweisungen, kein „hätte“, kein „wäre doch“, „könnte nicht“ und „wenn und aber Die Übertragung der Geschichte auf die Lebenssituation der jungen Zuschauer liegt nahe: Gedanken, Parallelen zur eigenen Geschichte und Biographie ebenso wie Vergleiche und Bezüge auf tagespolitische, nationale und internationale Zusammenhänge.
Die Vorstellung dient auch als Sichtveranstaltung für Lehrer. Interessierte Pädagogen, die das Kresch-Theaterstück anschauen, um es als Mobil-Produktion in ihre Schule einzuladen, genießen freien Eintritt. Im Anschluss an die Vorstellungen gibt es ein Gespräch mit dem Regisseur Helmut Wenderoth, dem künstlerischen Leiter des Kresch-Theaters und Kohlhaas-Darsteller Helge Fedder.
Karten kosten 7,50, ermäßigt 3,50 Euro. Sie gibt es im Kresch-Theater, Telefon 02151 862626 oder über das Internet, www.kresch.de.
Quelle: Stadt Krefeld
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