Mechernich: Bürgermeister empfing 20 Chinesen
Pressemeldung vom 12. Juli, 2010, 4:18 pm
Die überwiegend jungen Damen wurden über Politik, Kultur und Geschichte der Stadt Mechernich informiert – Besonderes Interesse am deutschen Schulsystem – Im Oktober besuchen die ersten Mechernicher Gymnasiasten ihre Partnerschule in Zengzhou
Mechernich – Erstmals kamen jetzt 16 chinesische Schülerinnen und Schüler aus der Stadt Zengzhou samt ihrer Ballettmeisterin nach Mechernich. Grund für den Besuch ist die Schulpartnerschaft, die das Gymnasium Am Turmhof neuerdings mit der chinesischen Mittelschule und ihren gut 3000 Schülern pflegt. Nach einem Kulturabend am Freitag, der vor allem durch die tänzerischen Darbietungen der 14 Schülerinnen auf große Beachtung stieß, kamen die überwiegend jungen Damen am Montagmorgen ins Mechernicher Rathaus, wo sie von Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick begrüßt wurden.
„Die chinesische Schule hat sich uns ganz bewusst ausgesucht“, berichtete der Leiter des Mechernicher Gymasiums Josef van de Gey. Über das Internet forschten die Asiaten ganz gezielt nach Schulen in der Nähe von Großstädten. Die Großstädte selbst hingegen würden gemieden, um die Schüler keiner Gefahr auszusetzen.
„man kann davon ausgehen, dass sich die Chinesen auch sehr besorgt um unsere Schüler kümmern werden, von denen die ersten im Oktober nach China fliegen“, so der Schulleiter. In Zengzhou würden sie behüteter sein als in London oder Paris, war sich van de Gey sicher.
Die Chinesen legten besonderen Wert auf einen strukturierten Tagesablauf, Improvisieren sei ihnen ganz fremd. Aus diesem Grund hatte das Gymnasium Am Turmhof auch ein straffes Programm auf die Beine gestellt. Neben der Besichtigung des Kölner Doms und dem Haus der Geschichte in Bonn, einer Rheinschifffahrt sowie einem Picknick am Rhein standen auch das Phantasialand und Minigolf in Kommern an. „Beim Frisbeespielen in den Rheinauen taute der Besuch am Sonntag erstmals sichtlich auf“, freute sich van de Gey.
Bürgermeister Schick hielt im Ratssaal einen Kurzvortrag über die Geschichte der Stadt am Bleiberg. Neben den historischen Fakten kamen auch die politischen und kulturellen Seiten Mechernichs nicht zu kurz. Übersetzt wurde sein Vortrag von Hunxiao Wu, die am Mechernicher Gymnasium auch eine Chinesisch-AG anbietet. Anschließend hatte der Besuch die Möglichkeit, dem Bürgermeister Fragen zu stellen. Dabei zeigte sich, dass die Chinesen großes Interesse am deutschen Schulsystem haben. Der Bürgermeister erklärte den jungen Leuten die Vorteile der deutschen Schullandschaft und lobte vor allem die große „Durchlässigkeit“. Ein Handwerker, der einen Meistertitel errungen habe, könne in diesem Land ein Studium aufnehmen. Gleichzeitig stünden die unterschiedlichen Schulformen jedem Kind offen und seien nicht an die finanziellen Voraussetzungen der Eltern geknüpft. „In Deutschland ist gewissermaßen jeder seines Glückes Schmied“, so der Bürgermeister, was bedeute, dass jeder die Chance habe, etwas aus sich zu machen.
Nachdem einer der chinesischen Schüler einen beeindruckenden Gesangsvortrag ohne Mikrophon dargeboten hatte, bekamen die Besucher vom Bürgermeister und vom Schulleiter ein Zertifikat verliehen, das ihnen bescheinigte, erfolgreich am internationalen Kulturabend in Mechernich teilgenommen zu haben. Denn auch solche Auszeichnungen sind für die Chinesen sehr wichtig.
Quelle: ProfiPress – Agentur für Kommunikation
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