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Minden: „Menschen, Schiffe und Maloche“ – Sonderausstellung im Mindener Museum vom 18.2. bis 9.7.2017

Pressemeldung vom 18. Januar 2017, 13:42 Uhr

Die Weserschifffahrt und Minden als Handels- und Hafenstadt haben eine jahrhundertelange Tradition. Um 1850 taucht plötzlich der Plan einer Kanalverbindung von Rhein und Ems zur Weser auf. Und wenig später die Idee städtischer Häfen am geplanten Mittellandkanal. Welche Ziele verbinden städtische Interessenvertreter und andere zu Beginn des 20. Jhs. mit dem Bau der neuen Hafenanlagen beim „Jahrhundertprojekt Mittellandkanal“? Hoffen sie allein auf einen „gewaltigen Aufschwung Mindens in industrieller Hinsicht“? Welche Rahmenbedingungen gibt es damals und haben sich die Erwartungen erfüllt? Welche Faktoren fördern das Projekt, welche hemmen es? Welche Belastungen für Mensch, Natur und Umwelt bringen die Häfen mit sich? Und welche Lehren lassen sich aus diesem historischen Beispiel für heutige Projekte ziehen? 100 Jahre Mindener Kanalhäfen: das ist ein Anlass, sich im Rahmen einer Ausstellung mit diesen und anderen Fragen auseinander zu setzen. Die Präsentation dokumentiert das Auf und Ab der Häfen an Weser und Kanal vom 19. Jh. bis heute. Von der Ablösung der Segelschiffe durch Dampfer bis zum modernen Schubverband mit Containern. Welche Güter werden wo umgeschlagen? Welche technischen Geräte setzt man dafür ein? Und vor allem: Wer sind die Menschen, die hinter dem Hafenbetrieb stehen? Einige ihrer Geschichten werden in der Schau erzählt. Exponate, Filmaufnahmen, Fotos und Pläne skizzieren ein Gesamtbild der Geschichte der Mindener Häfen. Die Ausstellung blickt aber auch nach vorn: Ist Mindens Zukunft der Verkehr? Mindens Wasserwege – Weser und Kanal – haben ihre eigenen speziellen Orte des Aufbruchs und der Ankunft: Die Häfen. Aber am Zaun vor dem Hafengelände scheiden sich die Welten. Werfen Sie ab 18. Februar 2017 im Mindener Museum einen Blick hinter den Hafenzaun! Die Ausstellung entstand in einem zweisemestrigen Praxisseminar in Zusammenarbeit mit Studierenden der Fakultät für Geschichtswissenschaft der Universität Bielefeld.

Quelle: Stadt Minden

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