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Mönchengladbach: Ausgesetzte Hunde und andere Kleintiere Das Städtische Tierheim zieht eine traurige Bilanz in der Ferienzeit

Pressemeldung vom 11. August 2009, 11:37 Uhr

Mönchengladbach. Der Sommer und somit die Ferienzeit sollte für viele Hunde und andere Kleintiere eigentlich die beste Zeit des Jahres sein. Haben die Besitzer jetzt doch viel Zeit sich um die „kleinen Lieblinge“ zu kümmern. Leider gilt das aber noch lange nicht für alle Hundebesitzer weiß Charlotte Kaufmann, Leiterin des Städtischen Tierheimes, zu berichten. „Wenn die Ferne ruft, die Koffer gepackt sind und es eigentlich losgehen könnte, fällt vielen Tierhaltern vor allem Hundehaltern erst ihr vierbeiniger Freund ein“.

Die Folge sind ausgesetzte Tiere. Ein beliebter Ort hierfür sind Autobahnraststätten. Hunde werden aber auch kurzerhand an eine Laterne angebunden wohl in der Hoffnung, dass sich ein verantwortungsvoller Mitbürger oder auch die herbeigerufene Polizei kümmert und das Tier ins Tierheim bringt. Wenn es um den Urlaub geht, kümmern sich verantwortungsvolle Tierhalter dagegen schon frühzeitig um einen Ferienplatz für ihr Haustier oder planen den Urlaub so, dass der treue Begleiter mit in die Ferien fahren kann.

Im vergangenen Jahr wurden vom städtischen Tierheim rund 383 Hunde aufgenommen die entweder ausgesetzt, den Haltern aus verschiedenen Gründen abgenommen oder einfach nur entlaufen waren. Rund ein Drittel davon ging kurzfristig wieder an den Eigentümer zurück.

„Unsere Kapazitäten sind natürlich auch begrenzt“, erklärt Kaufmann weiter, die mit ihrem Team zurzeit 40 Hunde zu versorgen hat. Weniger bekannt in der Öffentlichkeit ist, dass das Tierheim auch Pensionshunde aufnimmt. Bei rechtzeitiger Anmeldung ist der vierbeinige Freund dann im Tierheim während der Urlaubswochen der Familie bestens versorgt.

Wer sich nach reiflicher Überlegung entschlossen hat einen Hund in der Familie aufzunehmen sollte vor dem Gang zum Züchter das Tierheim aufsuchen. Unter Umständen ist dort genau der richtige Hund für die Familie dabei. „Der Funke muss einfach zwischen Mensch und Tier überspringen. Dann spielt es überhaupt keine Rolle mehr, ob es sich um einen Mischling oder reinrassigen Hund handelt“, weiß Kaufmann aus jahrelanger Erfahrung zu berichten. Wer schließlich seinen Hund aus dem Tierheim mitnimmt wird vom Steueramt der Stadt Mönchengladbach im ersten Jahr von der Hundesteuer (120 Euro jährlich) befreit. Das Städtische Tierheim, Hülserkamp 74, ist außer montags täglich einschließlich Samstag und Sonntag von 15 bis 17 Uhr geöffnet und telefonisch unter Rufnummer 02161 / 60 22 14 zu erreichen.

Quelle: Stadt Mönchengladbach – Pressestelle

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