Mönchengladbach: Grundwassersanierungsanlage in Rheydt ging in den Regelbetrieb

Pressemeldung vom 11. Mai 2009, 15:30 Uhr

Gelände der ehemaligen chemischen Reinigung Schaefer wird saniert
Mönchengladbach. Ende April nahmen die Stadt Mönchengladbach und der Altlastensanierungsverband NRW nach erfolgreicher Probephase in Mönchengladbach-Rheydt eine neue Grundwassersanierungsanlage in den Regelbetrieb. Sanier wird das Gelände der ehemaligen chemischen Reinigung Schaefer, die sich im Bereich Pötterstraße / Friedhofstraße befand. Der ca. 570 m² große Altstandort, der in einem überwiegend mit Wohnhäusern bebauten Gebiet liegt, weist nach jahrelangem unsachgemäßem Betrieb der chemischen Reinigung im Grundwasser einen massiven Schaden an leichtflüchtigen chlorierten Kohlenwasserstoffen auf.
Die Sanierungsanlage, deren Betrieb zunächst für drei Jahre geplant ist, reinigt das Grundwasser mit einem Verfahren, das zum Abreinigen der leichtflüchtigen Kohlenwasserstoffe besonders geeignet ist. Dazu wird das Grundwasser mit einer Pumpe gefördert und zu einem vierstufigen Kompaktstripper geleitet. Das Wasser fließt kaskadenförmig durch die einzelnen Stufen des Strippers und wird dabei durch die im Gegenstrom geführte Prozessluft gereinigt. Die Reinigung der schadstoffbelasteten Prozessluft erfolgt über Luftaktivkohlefilter. Das gereinigte Grundwasser wird über einen Infiltrationsbrunnen wieder dem Grundwasser zugeführt.
Weitere Sanierungsmaßnahmen
Bereits von September 2007 bis Februar 2009 wurde auf dem Gelände eine Bodenluftabsaugung betrieben, um die bestehende Belastung in den Bodenbereichen zu minimieren, die nicht vom Grundwasser durchströmt werden. Dadurch konnte der Sanierungsbereich für die noch im Jahr 2009 geplante Bodensanierung begrenzt werden, was sich wiederum positiv auf die Sanierungskosten auswirken wird. Die Grundwassersanierung kostet für die nächsten drei Jahre rund 60.000 Euro, von denen der AAV 80 und die Stadt Mönchengladbach 20 Prozent tragen. Die Kosten für die Bodensanierung werden derzeit auf 300.000 Euro geschätzt. Auch hier werden die Kosten im gleichen Verhältnis wie bei der Grundwassersanierung aufgeteilt.

Pressekontakt:

Stadt Mönchengladbach, Dirk Lohmann, Fachbereich Umweltschutz und Entsorgung, Telefon 02161 25-8256, E-Mail: dirk.lohmann@moenchengladbach.de

Altlastensanierungsverband NRW, Sabine Schidlowski-Boos, Telefon 02324 5094-30, E-Mail: s.boos@aav-nrw.de

Hintergrundinformation zum AAV
Der Altlastensanierungs- und Altlastenaufbereitungsverband NRW (AAV) unterstützt in Nordrhein-Westfalen Kreise, Städte und Gemeinden: Er saniert auf Antrag der Kommunen Altlastenflächen oder Grundstücke mit schädlichen Bodenveränderungen, wenn z. B. kein Verantwortlicher mehr gefunden werden kann oder wenn dieser finanziell dazu nicht in der Lage ist. Der AAV bringt dabei bis zu 80 % der finanziellen Mittel auf und übernimmt außerdem in der Regel auch das Projektmanagement. Der Vorteil ist, dass er dabei seine vielfältigen Erfahrungen in die Sanierungsmaßnahmen einbringt, die er in den Jahren seit seiner Gründung im Jahr 1988 gesammelt hat.
Hinter dem AAV stehen im Rahmen einer freiwilligen Kooperationsvereinbarung das Land Nordrhein-Westfalen, die Kommunen des Landes sowie Teile der nordrhein-westfälischen Wirtschaft. Zurzeit wendet der Verband ca. zehn Millionen Euro pro Jahr für Sanierungsmaßnahmen auf. Mögliche Rückflüsse aus Verkäufen sanierter Grundstücke werden dann sofort wieder in Projekte investiert.

Weitere Informationen hierzu unter www.aav-nrw.de

Quelle: Stadt Mönchengladbach – Pressestelle

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