Moers: Neuer Stadtteilmanager Amar Azzoug
Pressemeldung vom 3. Juni, 2009, 2:47 pm
Mit Bewohnern „Mikrokosmos MaJo“ planen
Moers. Der Neue ist in Wirklichkeit ein Alter – ein alter Hase in Sachen Integration. Amar Azzoug hat zwölf Jahre die „Beratungsstelle Flucht und Migration“ der evangelischen Kirchen geleitet, ist (ehrenamtlicher) „Chef“ des „Bunten Tischs“ und seit 1. Juni Stadtteilmanager im Mattheck-Josefsviertel („MaJo“). Dementsprechend klar sind seine Vorstellungen von der Arbeit im Projekt „Soziale Stadt“ und für die städtische Integrationsarbeit: „Ganz wichtig ist, dass wir alle gesellschaftlichen Gruppen einbeziehen und den Weg nicht als Einbahnstraße sehen. MaJo ist eine Art Mikrokosmos. Wenn die Integration hier gelingt, dann können wir das Konzept auf andere Moerser Stadtteile übertragen.“
„Soziale Stadt“ läuft seit Ende 2005
Amar Azzoug stammt aus Algerien, ist 50 Jahre alt und hat bereits vor seiner Beschäftigung bei der Kirche Erfahrungen im Dienst der Stadt Moers gesammelt. Anfang der 90-er Jahre war er Flüchtlingsberater. Azzoug ist nun als Stadtteilmanager Nachfolger von Andreas Rütz, der die Leitung des Sozialraumteams Mitte/Süd übernommen hat. „Soziale Stadt“ startete im September 2005 und wird vom NRW-Städtebauministerium sowie von der EU gefördert. Das Stadtteilbüro, Leipziger Straße 3, ist „Motor“ der Stadtteilerneuerung. Zu den Maßnahmen gehören beispielsweise verschiedene Beratungsangebote, der Bau von Mietergärten, die Neugestaltung der Rheinhausener Straße (mit Bahnunterführung) und das Nachbarschaftshaus in der Annastraße. 4.100 Menschen aus 60 verschiedenen Nationen leben im Stadtteil MaJo.
Mattheck ist die Gesellschaft von morgen
Zu den Menschen gehen, mehr über ihre unterschiedlichsten Probleme und Bedürfnisse erfahren, ein reelles Bild entwickeln – darin sieht Amar Azzoug zunächst seine Hauptaufgabe. „Ich will ganz nah an den Menschen sein. Am Schreibtisch kann man Integration nicht planen“, weiß der 50-Jährige. Und noch etwas anderes ist ihm schon jetzt bewusst: „Die gesellschaftliche Zusammensetzung der Mattheck heute ist die Gesamtgesellschaft von morgen. Wir müssen uns damit auseinandersetzen und daran arbeiten, wenn wir sogenannte Parallelgesellschaften nachhaltig verhindern wollen.“
Quelle: Stadt Moers – Pressestelle
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