Energiewechsel

Moers: Recht auf Bildung für Moerser Flüchtlinge

Pressemeldung vom 18. Mai 2015, 12:04 Uhr

Moers. (pst) Dank der guten Zusammenarbeit zwischen vielen Institutionen können Moerser Flüchtlinge ihr Recht auf Bildung wahrnehmen. 15 junge Männer aus verschiedenen Ländern, die nun in Moers wohnen, nehmen seit April an einer Umschulungsmaßnahme zum Anlagenmechaniker für „Sanitär Heizung Technik“ teil. Vorangegangen war eine Förderklasse am Berufskolleg für Technik in Moers und Sprachkurse. Bei der Umschulungsmaßnahme sind die Kreishandwerkerschaft Duisburg, das Berufskolleg für Technik, die Freddy-Fischer-Stiftung und die Stadt Moers Kooperationspartner des „Bunten Tisches“. Der Verein hatte das Projekt gemeinsam mit den Schirmherrn Ibrahim Yetim (Landtagsabgeordneter) angestoßen.

Keine Zeit bei Integration verlieren
Das NRW-Landesministerium für Arbeit, Integration und Soziales fördert die Maßnahme modellhaft. „Es ist eine große Chance die Qualifikationen der Menschen zu nutzen, sowohl für sie selbst, aber auch für die Gesellschaft. Jeder Monat, in dem wir uns nicht um Integration der hier lebenden Flüchtlinge kümmern, ist ein verlorener Monat“, sagte Staatsekretär Thorsten Klute bei der offiziellen Übergabe der Förderzusage am 5. Mai. Seit Jahrzehnten hätten Flüchtlinge vor der offiziellen Anerkennung nicht auf dem Arbeitsmarkt stattgefunden, so der Staatssekretär weiter. Der Erste Beigeordnete Hans-Gerhard Rötters bedankte sich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz, besonders bei Amar Azzoug, Vorsitzender des Bunten Tisch. „Er setzt sich unermüdlich ein und bohrt immer die härtesten Bretter!“

Junge Männer sind hoch motiviert
Bereits aus den vorbereitenden Kursen gab es nur positive Rückmeldungen zu dem Projekt. „Die jungen Leute sind hoch motiviert, das hört man an allen Stellen. Eine Lehrerin erzählte, dass sie seit langem wieder einen Kurs gehabt hätte, in dem Fragen gestellt worden sind“, berichtete Dr. Frank Bruxmeier, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Duisburg. Im Jahr 2017 sollen die jungen Männer den Gesellenbrief in der Hand halten. Die Umschulungsplätze werden zusätzlich angeboten, sodass kein regulärer Ausbildungsplatz wegfällt. Falls einer oder mehrere der jungen Männer trotzdem wieder in seine Heimat zurückkehren will oder muss, ist das Geld nicht umsonst investiert. Sie können mit den Kenntnissen in ihrer Heimat arbeiten.

Quelle: Moers – Pressestelle

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