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Alpen: 2016 eine Rückschau

Pressemeldung vom 16. Dezember 2016, 12:40 Uhr

Liebe Alpenerinnen, liebe Alpener,

für das Jahr 2016 eine Rückschau zu halten, fällt wahrscheinlich keinem von uns leicht. War es ein gutes Jahr oder doch eher ein schlechtes? Zu sehr stehen diese Bewertungen unter dem Einfluss der persönlichen, privaten Sichtweise, aber wohl auch der allgemeinen politischen Situation in Deutschland, Europa und der Welt. Manchmal habe ich den Eindruck, dass wir hier in Alpen noch der Fels in der Brandung sind in einer Welle von Intoleranz, unfreundlichem Umgang miteinander und vielschichtigen Egoismen.

Ich hoffe nicht, dass Sie jetzt sagen oder denken: „Was für ein Träumer!“ Jedenfalls genieße ich weiterhin das positive Miteinander mit Ihnen, den Vereinen und Organisationen und den Vertretern der politischen Parteien in Alpen. Und ich glaube, dass es mit Träumerei nichts zu tun hat, stellt man einfach nur die positiven Momente in das Zentrum seines Lebens. Wie sagt man: „Das Glas ist eben halb voll!“ So können wir nach meiner Auffassung in Alpen sehr zufrieden sein; angespannte Haushaltslage hin oder her. Alpen hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt, im Ortskern und in den Ortschaften. Gerade die Ortschaften sind mit ihren Vereinen besonders aktiv in der Pflege von Traditionen und Brauchtümern. Das fördert den Zusammenhalt und gleicht aus meiner Sicht die vorhandenen Mängel in der Infrastruktur der Dörfer mehr als aus. Nicht umsonst ist auch die Nachfrage nach Baugrundstücken in den Ortschaften ungebrochen. Leider sind wir aufgrund der Flächenpolitik der Regionalplanung nicht in der Lage, diese Nachfrage zu decken.

Ich habe den Eindruck, dass die Dörfer dem Ortskern vormachen werden, wie man solidarisch zukunftsweisende Infrastruktur möglich macht.

Das betrifft beispielsweise die Versorgung mit einem Glasfasernetz zur Breitbandversorgung. Hier stellt man sich eher die Frage: „Wie kann ich mit meinem „ja“ zum Glasfaserausbau trotz meiner derzeit eigenen guten Versorgung auch meinen Nachbarn und Mitbewohnern im Dorf helfen, die derzeit noch von der Internetwelt abgeschnitten sind?“ Denn wirkliche Nachteile, auch finanzieller Art, sind nicht erkennbar. Die größten Veränderungen aber haben wir im Ortskern erlebt. Der Bau der Amaliengalerie hat den Ortskern nachhaltig positiv verändert. Das empfinden zumindest die meisten Alpenerinnen und Alpener, mit denen ich gesprochen habe. Hier stehen wir auch im Rahmen des Stadtumbaus in der Zukunft vor den größten Veränderungen.

In diesem Zusammenhang möchte ich mich noch einmal bei unseren Einzelhändlern für ihre Geduld während der Bauphase bedanken. Die Verlagerung der Feuerwehr an den Ortsrand wird auch den Willy-Brandt-Platz nachhaltig verändern. Ich bin gespannt, welche Vorschläge wir im Rahmen des dann stattfindenden Investoren- oder Architektenwettbewerbes für eine Bebauung vorgelegt bekommen. Auch hier werden wir Ihnen in bekannter Weise Beteiligungsmöglichkeiten einräumen. Wenn Sie nach dem Baubeginn des neuen Feuerwehrgerätehauses im Frühjahr vielleicht denken: „Was für ein Schicki-Micki!“

Dann seien Sie versichert, dass dieser Bau gerade wegen seiner außergewöhnlichen Architektur nicht teurer ist als eine Anreihung von Gebäuden, die eher einem Schuhkarton ähneln. Der Neubau wird in jedem Fall der Wichtigkeit der Aufgabe gerecht, die unsere Feuerwehrkameradinnen und -kameraden Tag für Tag für uns wahrnehmen. Es wäre wünschenswert, wenn hierdurch unser Nachwuchs motiviert werden könnte, sich dieser bedeutungsvollen Aufgabe zu stellen. Lassen Sie sich einfach überraschen.

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch in das neue Jahr und mindestens „halb volle Gläser“ im Jahr 2017!

Herzliche Grüße

Thomas Ahls Bürgermeister

Quelle: Gemeinde Alpen

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