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Alte Hansestadt Lemgo: Kunstausstellung „Die Lesenden“

Pressemeldung vom 27. April 2017, 14:30 Uhr

Die neue Ausstellung: „Die Lesenden“ der Lemgoer Malerin Mirka Machel, Künstlername Mewa, ist ab Donnerstag, dem 27. April in der Stadtbücherei Lemgo zu sehen. Mewa malt nicht nur seit über 30 Jahren. Sie unterrichtet auch seit 20 Jahren an verschiedenen Volkshochschulen Malen und Zeichnen. Ihre Bilder stellt sie in ganz Deutschland, Polen, USA und Frankreich aus.

Einen besseren Ort für Ihre Ausstellung „Die Lesenden“ als die Stadtbücherei konnte sich die Malerin nicht vorstellen. Hier hat sie auch die Inspiration für Ihre Bilder gefunden: zwei mit ihr befreundete Bücherei-Mitarbeiterinnen standen ihr Modell.

Nicht nur ihre Freundinnen zeigt sie beim Lesen, auch die Heilige Maria als Ausschnitt aus dem „Genter Altar“1432 nach Jan van Eyck. Maria trägt eine Krone, die mit den Mariensymbolen Rose, Maiglöckchen, Akelei und Lilie geschmückt ist. Wie in einer Verkündigungsszene ist sie in ein Buch vertieft. Der moderne kräftige und schwungvolle Pinselduktus, in dem der sonnige Bogen um der Haupt der Heiligen gemalt ist, unterscheidet Mewa von dem Altmeister van Eyck: und so hat Mewa die Heilige Maria in die unsere Zeit geholt. „Sie ist schöner als die Sonne und übertrifft jedes Sternbild. Sie ist strahlender als das Licht. Sie ist der Widerschein des ewigen Lichts, der ungetrübte Spiegel von Gottes Kraft, das Bild seiner Vollkommenheit.“ aus Weisheit 7,26,29 steht in dem Originalbild des Jan van Eyck geschrieben, was auch die Inspiration für die Malerin war. Die beiden Bilder sind zeitlos, sie versuchen die Momente des Versunkenseins mit der Lektüre einzufangen.

Mewa ist eine Malerin, die gerne und viel liest. In dieser Beschäftigung sieht sie eine phantastische Möglichkeit, in das Geheimnis des Daseins einzudringen. Im Lesen kommen wir zur Ruhe und Stille, so wichtig in unserer heutigen hektischen Zeit Die Malerin zeigt in den Bildern der lesenden Frauen auch die Lust am Lesen, die Lust am Sinnlichen, die Freude das Buch in den Händen zu halten, es riechen und zu fühlen. In den Gesichtern der lesenden Frauen spiegelt sich Kontemplation, Sehnsucht, Mitgefühl und Eins sein mit der anderen Welt der Literatur.

Die Künstlerin will zeigen dass das Lesen niemals verschwindet. Es wird immer bleiben, so wie das Malen und Schreiben die Erweiterung der Sinne und des Verstandes sind und somit ein innerer Drang des Menschen und die Bereicherung des Lebens.

Die sehenswerte Ausstellung kann bis Ende Juni in der Stadtbücherei Lemgo in der Papenstraße. 40 während des Öffnungszeiten besichtigt werden.

Quelle: Alte Hansestadt Lemgo

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