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Arnsberg: Chronische Schmerzen – Hilfe für Angehörige und Betroffene

Pressemeldung vom 29. Mai 2017, 15:42 Uhr

Jeder Mensch ist mitunter von Schmerzen betroffen. Akute Schmerzen sind ein Alarmsignal, sie warnen vor Gefahren, Verletzungen oder Erkrankungen und schützen so unseren Körper. Allerdings gibt es auch den anderen, den chronischen Schmerz, der die Betroffenen über einen langen Zeitraum begleitet und dessen genaue Ursache oft im Dunkeln bleibt. Nach Schätzung der Deutschen Schmerzgesellschaft berichten etwa 23 Mio. Deutsche (28 %) über chronische Schmerzen, 95 % davon über chronische Schmerzen, die nicht durch Tumorerkrankungen bedingt sind. Legt man die „Messlatte“ der Beeinträchtigung durch die Schmerzen zugrunde, so erfüllen 6 Mio. Deutsche die Kriterien eines chronischen, nicht tumorbedingten, beeinträchtigenden Schmerzes. Die Zahl chronischer, nicht tumorbedingter Schmerzen mit starker Beeinträchtigung und assoziierten psychischen Beeinträchtigungen (Schmerzkrankheit) liegt bei 2,2 Mio. Deutschen. „Der chronische Schmerz hat bei den Betroffenen – im Gegensatz zum Akutschmerz – seine Warnfunktion verloren und ist zum eigenständigen Krankheitsbild geworden, das gezielt behandelt werden muss“, erklärt Dr. med. Angelika Neuenfeld, Ltd. Oberärztin der Klinik für Schmerztherapie am Klinikum Arnsberg. Als chronisch bezeichnen Mediziner dabei Schmerzen, die länger als vier bis sechs Monate anhalten.

Die Deutsche Schmerzgesellschaft setzt sich alljährlich mit einer bundesweiten Aufklärungskampagne für die Verbesserung der Situation von Schmerzpatienten ein. Das Klinikum Arnsberg beteiligt sich an der Aufklärungskampagne der Deutschen Schmerzgesellschaft. Beim kostenfreien „Aktionsnachmittag gegen den Schmerz“, der am 06.06.2017 ab 16 Uhr im Rittersaal in Arnsberg stattfindet, informieren Schmerzexperten des Klinikum Arnsberg, umfassend über Ursachen, Diagnoseverfahren und moderne Therapiemöglichkeiten bei chronischen Schmerzen. Folgende Vorträge sind vorgesehen (Dauer jeweils rund 20 Minuten): • Unterschiedliche Schmerzarten erfordern unterschiedliche Therapien – über Leit(d)linien zur Individualität Dr. med. Angelika Neuenfeld, Ltd. Oberärztin der Klinik für Schmerztherapie • Den Schmerz nicht nur betäuben – Psychotherapie bei chronischen Schmerzen Dr. med. Rüdiger Holzbach, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie • Der Schmerz im Bild – Therapieoptionen unter radiologischer Bildgebung Hubert Schulte, Chefarzt der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin • Achtsamkeits- und Imaginationsübung – Selbsthilfe bei chronischen Schmerzen Anna Katharina Baulmann, Dipl. Psychologin und Psychoonkologin In einem begleitenden Rahmenprogramm geben Physiotherapeuten des Therapiezentrums am Klinikum Arnsberg Einblicke in ihre Arbeit und zeigen auf, wie mittels aktivierender physiotherapeutischer Maßnehmen, die Lebensqualität bei chronischen Schmerzen verbessert werden kann. Interessierte Freiwillige können zudem die Möglichkeiten der Akupunktur kennenlernen. Die Referenten stehen im Anschluss an die Vorträge für individuelle Fragen zur Verfügung. Der Eintritt ist kostenfrei. Zentrale Telefonhotline für Schmerzpatienten Unter der kostenfreien Rufnummer 0800-1818129 bietet die Deutsche Schmerzgesellschaft am 06.Juni eine Telefonhotline an. Hierüber steht Frau Dr. Neuenfeld zwischen 9:00 und 11:00 Uhr für Fragen zur Verfügung.

Termin: Dienstag, 06. Juni 2017, 16 bis ca. 19 Uhr Ort: Rittersaal, Altes Rathaus, Alter Markt 19, 59821 Arnsberg

Quelle: Klinikum Arnsberg GmbH

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