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Bad Honnef: Flüchtlinge in Bad Honnef

Pressemeldung vom 12. Juli 2016, 13:09 Uhr

Da 29 Flüchtlinge, die im Bad Honnef untergebracht sind, beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) noch nicht registriert sind, konnte nun durch den Fachdienst Asyl der Stadt Bad Honnef für sie ein Termin vereinbart werden, der beim BAMF in Bergheim, Kreisstadt des Rhein-Erft-Kreises, stattfindet. Die Flüchtlinge werden für die Fahrt dorthin von zwei Mitarbeitern der Verwaltung, die sie unterstützen und übersetzen werden, begleitet.

Masterplan Asyl

Um die Integration der Flüchtlinge in Bad Honnef erfolgreich in die Wege zu leiten, ist jetzt der Masterplan Asyl fertig ausgearbeitet. Die Erarbeitung wurde speziell auf die Anforderungen der Flüchtlingshilfe in der Stadt Bad Honnef ausgerichtet. Allerdings ist die Integration von Flüchtlingen ein andauernder Prozess, so dass auch der Masterplan immer weiterentwickelt wird. Zusammengestellt wurde er seit November 2015 von Projektmanagerin Ute Otto sowie Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Fachdienstes Asyl, namentlich Leiterin des Fachdienstes Asyl Nadine Batzella, die die Handlungsoptionen aufgelistet hat. So wurden Maßnahmen erarbeitet, die eine bessere Kommunikation von Verwaltungsmitarbeitern und – mitarbeiterinnen und ehrenamtlich Tätigen ermöglichen. Gleichzeitig richtete sich der Blick aber auch in die Zukunft und festgehalten, was in den nächsten Monaten geleistet werden sollte.

Der Masterplan wurde in die Themengruppen Unterbringung, Sprache, Paten, Öffentlichkeitsarbeit, Spenden, Beschäftigung und Gesundheit aufgeteilt. Für jede dieser Gruppen wurde festgelegt, wer die Aufgabe entweder in der Verwaltung oder im Ehrenamt erfüllt und wie das beste Ergebnis erzielt werden kann, vor allem wenn alle an einem Strang ziehen. Im vergangenen Jahr, als die meisten Flüchtlinge in Bad Honnef ankamen, musste schnell gehandelt werden. Die Organisation menschenwürdiger Unterkünfte, Grundversorgung mit Haushaltswaren und Lebensmitteln, Aufbau eines ehrenamtlichen Helfernetzes und die Personalaufstockung in der Verwaltung waren die ersten Maßnahmen, die getroffen wurden. Jetzt ist vorrangig, gute Grundlagen zu schaffen, damit sich die Menschen integrieren können. Von Sprachunterricht, über Beschäftigung bis hin zu Teilhabemöglichkeiten am gesellschaftlichen Leben gibt es Bedarf und müssen entsprechende Lösungen gefunden werden.

Auch nachdem die Flüchtlinge als Asylbewerbende anerkannt sind, sind Beschäftigung, Bildung, Betreuung und Ausbildung der Kinder, Gesundheit, Unterbringung und Teilhabe zu sichern. Ein Lenkungsgremium, dem Verwaltungsmitarbeiter und -mitarbeiterinnen und ehrenamtlich Tätige angehören und das sich einmal im Monat trifft, kümmert sich um die anstehenden Aufgaben. „Ich würde mir wünschen, dass anerkannte Asylbewerber, also Menschen, die auf Dauer hier leben, zukünftig im Gremium mitarbeiten“, erklärt Nadine Batzella, „damit sie mehr und mehr eigenverantwortlich ihr Leben gestalten und so an unserer Gesellschaft selbstständig teilhaben.“

Dem Handlungskonzept vorangestellt hat Nadine Batzella Stichworte, die den langfristigen Prozess der Integration beschreiben, ohne einer Gewichtung zu unterliegen: Erfolgreiche Integration bedeutet, dass die Menschen, die nach ihrer Flucht hier angekommen sind, sich verantwortlich zeigen für die deutsche Demokratie, auf eigenen Füßen stehen, sich zu Hause fühlen, sich mühelos verständigen, Kultur einbringen, Freundschaften schließen, gemeinsam lernen und gemeinsam arbeiten.

Quelle: Stadt Bad Honnef

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