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Bad Honnef: Sechste Bürgerwerkstatt „Inklusion als Gesamtaufgabe“

Pressemeldung vom 16. Dezember 2016, 10:38 Uhr

Die sechste und damit letzte Bürgerwerkstatt „Inklusion als Gesamtaufgabe“ schloss die Reihe der Veranstaltungen zum Thema Inklusion ab. Bürgerinnen und Bürgern hatten sich beteiligt, damit der kommunale Aktionsplan Inklusion erstellt werden wird. Die Ergebnisse aller Bürgerwerkstätten, die zu Bildung und Erziehung, Kultur und Sport, Städtebau, Erwerbsleben, Senioren sowie Inklusion als Gesamtaufgabe stattgefunden hatten, werden zusammengefasst und der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Ergebnisse des Aktionsplans werden zudem in das Integrierte Stadtentwicklungskonzept einfließen.

Zur Bürgerwerkstatt „Inklusion als Gesamtaufgabe“ hatten sich Vertreter und Vertreterinnen der Schulen und Kindertageseinrichtungen, der Hohenhonnef GmbH, Mitglieder des Rates sowie Bürger und Bürgerinnen im Rathaus zusammengesetzt, um Gesichtspunkte zusammenzutragen, damit für Menschen mit Einschränkungen und Behinderungen die gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft möglich ist. Aspekte, die in den vorausgegangenen Bürgerwerkstätten noch nicht angesprochen worden waren, wurden erarbeitet. Geleitet wurde die Veranstaltung wieder von der Beauftragten für Menschen mit Behinderung der Stadt Bad Honnef Iris Schwarz. Erwartungsgemäß zeigte sich, dass es in Bad Honnef zwar schon einige gute Ansätze hin zur Inklusion gibt, aber weitaus mehr getan werden kann. Eine umfassende Bestandsaufnahme, aber auch die Vernetzung zwischen Organisationen, Vereinen usw. wurde gefordert, damit der Inklusionsprozess vorangebracht wird.

Auf der Prioritätenliste ganz oben steht der Wunsch nach Barrierefreiheit in Schulen und Kitas. Neben Verbesserung der baulichen Barrierefreiheit an den Schulen wurde angesprochen, dass die „Barrieren in den Köpfen“ abgearbeitet werden müssen: Aufklärung aller Eltern, der Schüler und Schülerinnen sowie des Lehrpersonals wurde als wichtig angesehen. Schulungen anzubieten, könnte helfen, Ängste im Umgang mit Menschen mit Behinderungen zu nehmen. Personen aus der Ärzteschaft sowie therapeutische Ansprechpartner und – partnerinnen, die als Multiplikatoren dienen, sollten im Schulsystem integriert sein.

Wie in den vorangegangenen Bürgerwerkstätten auch wurde kritisiert, dass vorhandene Angebote zu wenig bekannt und Informationen dazu nur schwer zu finden sind. Unterschiedliche Kostenträger und Zuständigkeiten verhindern, die richtige Ansprechperson zu finden. Unterschiedliche Lösungen wurden vorgeschlagen, die alleine oder ergänzend zur besseren Transparenz beitragen könnten. Der Lösungsvorschlag, der die größte Zustimmung fand, war die Einführung einer lokalen Inklusionsplattform im Internet. Örtliche Angebote für beispielsweise Freizeit und Sport könnten dort effektiv beworben werden. Broschüren oder die Eröffnung einer Facebook-Gruppe wären hilfreich. Wichtig sei es, dass Einladungen für alltägliche Angebote wie Freizeit, Sport und Kultur offen für alle Menschen sind und dies auch so kommuniziert wird. Gewünscht wurde, dass Anträge für Hilfen barrierefrei gestaltet sind. Ein Stadtplan für Rollstuhlfahrende und Menschen mit Behinderungen würde den Alltag erleichtern.

Quelle: Stadt Bad Honnef

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