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Bad Oeynhausen: Heimatpfleger unterwegs in Mecklenburg

Pressemeldung vom 22. Juni 2011, 14:36 Uhr

Die diesjährige Studienfahrt des Arbeitskreises für Heimatpflege führte unter der Leitung von Rico Quaschny nach Schwerin und Umgebung. Auf den verschiedenen Stationen erhielten die rund 50 Teilnehmer Einblicke in die Landesgeschichte Mecklenburgs.
Am Beginn stand ein Besuch des Landgestüts Redefin, wo neben den imposanten Gestütsgebäuden auch der Zinkguss eines liegenden Hirsches entdeckt wurde, der bis zum Abriss auch den Eingang der Farne-Villa in Bad Oeynhausen geziert hat. Rico Quaschny erläuterte, dass das Original von dem preußischen Bildhauer Christian Daniel Rauch stammt. Am Nachmittag wurde die Gruppe in der Landeshauptstadt Schwerin geführt. Die Stadt ist geprägt von zahlreichen Seen zwischen denen sich das Zentrum mit der historischen Altstadt, dem Dom und dem Schloss befindet. Bis 1918 war Schwerin Residenzstadt der mecklenburgischen Herzöge und Großherzöge, die im 19. Jahrhundert das Schloss unter Beteiligung von Friedrich August Stüler umbauen und den Schlossgarten von Peter Joseph Lenné neu gestalten ließen. Schloss- und Burggarten wurden bei einer Führung ebenso erläutert wie die repräsentativen Innenräume des Schlosses. Am Nachmittag konnte der letzte Schlossbau der Großherzöge von Mecklenburg, Schloss Wiligrad, besucht werden. Ein Schloss- und ein Kunstverein setzen sich seit vielen Jahren für den Erhalt des historischen Ensembles von Schloss und Park ein. Zum Abschluss des Tages besichtigte die Reisegruppe die kleine Kirche im Dorf Mecklenburg, dem Stammort des Herrschergeschlechtes.
Der letzte Tag wurde ganz der zweiten ehemaligen Residenzstadt – Ludwigslust – gewidmet. Ludwigslust war von 1765 bis 1837 mecklenburgische Residenz und wurde als planmäßige Ortsgründung gestaltet. Besichtigt wurde das Schloss, die eindrucksvolle Stadtkirche und der Schlosspark, dessen Umgestaltung zu einem englischen Landschaftspark wiederum Peter Joseph Lenné und sein Schüler Gustav Meyer entworfen hat. Während der Fahrt wurde auf die besonderen Beziehungen Mecklenburgs zu Preußen besonders hingewiesen. Bezüge zu Bad Oeynhausen ließen sich deshalb an mehreren Stationen herstellen. Bis auf die letzte Führung war die Fahrt nicht durch schlechtes Wetter beeinträchtigt, so dass Mecklenburg allen in guter Erinnerung bleiben wird.

Quelle: Bad Oeynhausen / Rico Quaschny

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