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Bad Oeynhausen: Sitzung des Jugendparlaments in den großen Sitzungsaal des Rathauses

Pressemeldung vom 16. Januar 2013, 12:58 Uhr

Trotz Eis und Schnee waren am Montag etliche Jugendliche zur Sitzung des Jugendparlaments in den großen Sitzungsaal des Rathauses am Ostkorso gekommen. Dort wo sonst die gewählten Politiker auch über die Belange der Schüler sprechen, konnten die benannten Vertreter der Schulen ihre Wünsche und Anregungen benennen und Lösungsvorschläge machen. Von den Schulen der Stadt sind zum Jugendparlament zwei Schüler je Stufe eingeladen und so waren auch dieses Mal von allen Schulen Vertreter gekommen.
Zur Begrüßung erläuterte Bürgermeister Klaus Mueller-Zahlmann, wie wichtig neben dem Kinderparlament für die Grundschüler auch das Jugendparlament für die Jungen und Mädchen der weiterführenden Schulen sind. „Ich finde das ist eine sehr fruchtbare Angelegenheit“, sagte Mueller-Zahlmann und ergänz: „Ich habe bisher jedes Mal etwas mitgenommen aus den Sitzungen. Allerdings könne die Stadt auch nicht alle Probleme lösen. Aber die Verwaltung prüft in jedem Einzelfall ganz genau, was möglich ist.
Eines der Probleme, was die Schüler zurzeit bewegt ist das Wetter und der damit verbundene Winterdienst. Die 15 Jahre alte Lea von der Realschule Nord zum Beispiel wünschte sich einen besseren Winterdienst rund um ihre Schule. In den Straßen dort sei es sehr glatt, was für Fußgänger und Radfahrer besonders gefährlich ist. „Das ist ein bekanntes Problem und nur schwer lösbar,“ erwiderte der Bürgermeister. Die Streudienste seien bei Eis und Schnee ab morgens 5 Uhr im Einsatz und würden nach und nach alles abarbeiten. Das könne ja jeder sehen, denn gegen Mittag sei dann alles frei. Problematisch ist das allerdings, wenn es so wie zurzeit immer wieder neuen Schnee gibt. Dann ist alles schnell wieder zugeschneit, auch wenn der Schneeschieber gerade erst da war.

Für das Immanuel-Kant-Gymnasium war unter anderem Rouven (16) beim Jugendparlament dabei. Er hatte vor der Sitzung mit mehreren Schülern gesprochen und beklagte, dass er und seine Mitschüler den Bus nach der zehnten Stunde kaum rechtzeitig erwischen können. „Dieses Problem hatten wir eigentlich gelöst,“ sagte Michael Menzhausen vom Bereich Jugendförderung. Schulen und Sport der Stadt bad Oeynhausen. Es sei mit der Schule vereinbart, dass die Schüler dann etwas früher aus dem Unterricht können, um den Bus noch zu kriegen. Hier will die Verwaltung noch mal nachhaken.

Ähnlich alttägliche Problemen haben auch die Schüler der Gesamtschule im Schulzentrum Nord. „Unser Schulhof ist ziemlich groß du nur an den Ecken stehen Mülleimer. Und oft schmeißen Mitschüler den Müll dann einfach mitten auf den Schulhof, weil der Weg zum Mülleimer zu weit ist,“ erläuterte der 15-Jähirge Jack-Louis ein Problem an seiner Schule und wünschte mehr Mülleimer an anderen Standorten auf dem Schulhof. Der Bürgermeister möchte die Lösung des Problems hier offensiv angehen. „Wenn Schüler mit ganz konkreten Ideen kommen, um wilden Müll zu vermeiden, dann sollten wir das auch ernst nehmen und sehen, was wir machen können“, sagte er zum Vorschlag von Jack Louis. Dazu solle die Schülervertretung (SV) mögliche Standorte für die Mülleimer ermitteln.
Die SV der Hauptschule hatte eines ihre Probleme schriftlich an die Verwaltung gegeben. Die Schüler hätten sich einen Basketballkorb gewünscht, seien bei einer Sponsoring-Aktion aber leer ausgegangen. Sie Fragen sich deshalb, ob sie nach dem beschlossenen Aus der Schule schon abgeschrieben seien. Diese Frage beantwortete Mueller-Zahlmann mit einem klaren Nein. „So lange es die Schule noch gibt, stehen wir als Stadt natürlich hinter ihr und vor allem hinter den Schülern dieser Schule,“ sagte er. Im Übrigen gebe es zurzeit auch noch keinen konkreten Termin, zu dem die Hauptschule schließt.

Über den Schulalltag hinaus kamen noch viele andere Anfragen. Dabei ging es zum Beispiel um Büsche, die die Sicht an Kreuzungen vor allem für Radfahrer behindern oder um fehlende Straßenlampen an manchen Fußwegen. Aber auch die Kunst hatte ihren Platz: Rouven vom IKG fragte, wem die Wand an der alten abgerissenen Schuhfabrik an der Weserstraße gehört. Es wäre doch schön, wenn der Kunst-Leistungskurs des Gymnasiums dort etwas mit Graffiti machen könnte. „Dazu muss allerdings feststehen, wem die Mauer gehört,“ ergänzte der Bürgermeister an dieser Stelle. Generell seien auf diese Weise entstandene „legale“ Graffiti aber in jedem Fall der bessere Weg.

Das Jugendparlament trifft sich das nächste Mal vor den Sommerferien. Die Schüler bekommen dazu wieder rechtzeitig eine Einladung. Wie beim Kinderparlament gibt es jedes Jahr zwei Sitzungen, und das schon seit Mitte der neunziger Jahre.

Quelle: Stadt Bad Oeynhausen

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