Energiewechsel

Bedburg-Hau: Hilfe für Kinder und Jugendliche bei Depressionen, Schulängsten und anderen psychischen Problemen

Pressemeldung vom 26. Januar 2017, 16:32 Uhr

Mit Ratlosigkeit und großer Hilflosigkeit reagieren viele Eltern von Kindern und Jugendlichen, die unter den verschiedensten psychischen Erkrankungen oder Störungen leiden. Dafür hat die LVR-Klinik Bedburg-Hau verschiedene Spezialangebote im Angebot, die sich sowohl an die Eltern, als auch an die betroffenen Kinder und Jugendliche richten.

Bereits Mitte des kommenden Monats startet die so genannte DBT-A-Gruppe (Dialektisch Behaviorale Therapie für Adoleszente), mit der 15 bis 18-jährige Jugendliche mit Psychischen Auffälligkeiten angesprochen werden. Dazu zählen z.B. selbstverletzendes Verhalten oder heftige Gefühlsdurchbrüche. Die Jugendlichen sollen u.a. durch ein „Achtsamkeitstraining“ ihre eigenen Emotionen besser erkennen und gleichzeitig lernen mit ihnen angemessen umzugehen. Es geht zudem um Stressbewältigung und die Verbesserung von zwischenmenschlichen Beziehungen. Die Gruppe trifft sich für ca. 1/2 Jahr, jeweils dienstags von 17 bis 19 Uhr, in Räumlichkeiten der LVR-Klinik Bedburg-Hau.

Für Jugendliche ab 15 Jahren, die sich sozial isoliert fühlen, teils Mobbingerfahrung gemacht haben, Einzelgänger sind oder sich in der Schule als Außenseiter fühlen, ist das Gruppenangebot „TRuSt“ (yourself) entwickelt worden, mit dem in den vergangenen Jahren vielen Jugendlichen zu mehr Selbstbewusstsein verholfen werden konnte. Es wird von einem Facharzt und zwei Co-Therapeutinnen geleitet und beginnt Mitte März. In den 14 Treffen werden z.B. durch Rollenspiele in der Gruppe und einem Training von Alltagssituationen versucht, neue und positivere Herangehensweisen zu erlernen. Zum Angebot gehört zudem der Besuch eines Hochseilgartens, in dem es beim gemeinsamen Klettern ebenfalls um den Umgang miteinander, die Gruppenfähigkeit und Stärkung des eigenen Selbstwertgefühls geht.

Bei den Gruppenangeboten steht nicht immer das betroffene Kind oder der Jugendliche selbst im Mittelpunkt, sondern es geht auch darum den Eltern Hilfe anzubieten. Das ist z.B. durch das KES-Training möglich, dass sich ab Ende März an Eltern mit Kindern im Alter zwischen sechs und 14 Jahren richtet. Es findet in acht Einheiten, jeweils dienstags von 17 bis 19 Uhr statt. Dabei geht es stets um konkrete Alltagsprobleme in den Familien, die als zermürbend und belastend erlebt werden. Das KES-Programm ermöglicht den Austausch der betroffenen Eltern untereinander, unterstützt die Eltern um neue Verhaltensweisen im Familienalltag auszuprobieren und bietet das nötige Handwerkszeug, schwierige Situationen „gelassener“ zu begegnen. Weitere Gruppenangebote (z.B. Soziales Kompetenztraining (SKT) oder SMILE) sind ebenfalls für verschiedene Altersgruppen in Planung. Ausführliche Informationen zu den einzelnen Gruppenangeboten bietet auch die Internetseite: www.klinik-bedburg-hau.lvr.de.

Interessierte Jugendliche und Eltern können sich ab sofort in der Ambulanz der Kinder- und Jugendpsychiatrie unter 02821 81-3401 oder 81-3402 darüber informieren. Die Kosten für die ambulanten gruppentherapeutischen Angebote übernehmen in der Regel die Krankenkassen. Dazu ist vorherige Anmeldung und Vorstellung der Kinder und Jugendlichen in der LVR-Klinik Bedburg-Hau oder den Außenstellen in Geldern und Moers notwendig.

Quelle: LVR-Klinik Bedburg-Hau

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