Energiewechsel

Bonn: Film ab für die 31. Internationalen Stummfilmtage – Bonner Sommerkino

Pressemeldung vom 20. Juli 2015, 16:17 Uhr

ib Bonn – Vom 6. bis 16. August veranstaltet der Förderverein Filmkultur die 31. Internationalen Stummfilmtage – Bonner Sommerkino im Arkadenhof der Universität; wie gewohnt Open Air, bei freiem Eintritt und mit live-musikalischer Begleitung.

Geboten wird dabei nicht nur die Wiederbegegnung mit großen Stars und bekannten Geschichten, sondern auch der Blick in zahlreiche nahe und fernere Länder, darunter auch einige, die derzeit stark im Fokus der Weltöffentlichkeit stehen. So sind erstmals beim Bonner Sommerkino Stummfilme aus Griechenland, der Ukraine und Taiwan zu sehen. Das von Stefan Drößler, Leiter des Filmmuseums München, kuratierte Programm der Stummfilmtage finden Sie online unter www.internationale-stummfilmtage.de Rahmenprogramm im LVR-Landesmuseum Bonn Das Rahmenprogramm bringt filmhistorische Meilensteine und große Stoffe der Weltliteratur auf die Leinwand des LVR-Landesmuseums Bonn. Dort werden am 9. und 15. August jeweils nachmittags in Filmen und Vorträgen praxisnah und exklusiv Restaurationsprojekte vorgestellt, die das Filmprogramm ergänzen. Am 9. August ist um 15 Uhr Peter Paul Felners weitgehend in Vergessenheit geratene Verfilmung von Shakespeares „Der Kaufmann von Venedig“ von 1923 zu sehen. Das mit großer Starbesetzung teils an Originalschauplätzen gedrehte Drama um den jüdischen Geldverleiher Shylock, der sich bei seinem Schuldner für die Unterdrückung durch die Christen zu rächen versucht, hat sich nur in einer leicht gekürzten, englischen Exportfassung unter dem Titel „The jew of mestri“ erhalten und wurde vom Filmmuseum München restauriert. Die Vorführung wird live-musikalisch von Richard Siedhoff begleitet.Im Anschluss widmet sich um 17 Uhr Stefan Drößler in einem Vortrag mit Filmausschnitten dem weltberühmten Schauspieler, Autor und Regisseur Orson Welles. Er war von Shylock fasziniert, sich jedoch auch der Gefahr des Missbrauchs der Figur für antisemitische Propaganda bewusst. 1969 drehte er eine eigenwillige Version des Stücks, die unvollendet blieb und deren Ton zum großen Teil als verloren gilt. Drößler zeigt Film- und Tondokumente und spricht über die Restaurierung des Films durch das Filmmuseum München und Cinemazero.Am zweiten Festivalsonntag, 16. August, wird um 15 Uhr mit Manfred Noas „Helena. Der Untergang Trojas“ von 1916 einer der aufwändigsten Monumentalfilme der Stummfilmzeit präsentiert. Die Geschichte der geraubten Helena und des Kampfs um Troja umfasst unter anderem eine Löwenjagd, deren Protagonisten auch das Festivalplakat zieren, ein furioses Wagenrennen, eine Seeschlacht, bei der 50 Schiffe versenkt wurden, die Zerstörung einer Stadt und Massenszenen mit Hunderten von Statisten. Das 214 Minuten lange Werk wurde in alle Welt exportiert. 2002 war eine erste Rekonstruktion des Films beim Bonner Sommerkino zu sehen; nun wurde er digitalisiert und um zwischenzeitlich neu aufgefundene Szenen ergänzt. Die Tageskarten für die Veranstaltungen des Rahmenprogramms kosten jeweils 7 Euro, ermäßigt 5 Euro und können am Infostand im Arkadenhof, unter Telefon 0228 – 47 85 68 sowie per E-Mail unter bonn@film-ist-kultur.de reserviert werden. Die 31. Internationalen Stummfilmtage – Bonner Sommerkino werden veranstaltet vom Förderverein Filmkultur Bonn in Kooperation mit dem Filmmuseum München, der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, dem AStA-Bonn, der Bonner Kinemathek und dem LVR-Landesmuseum Bonn, mit Unterstützung der Bundesstadt Bonn, der Film- und Medienstiftung NRW und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Quelle: Bonn – Presseamt

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis