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Bonn: Kulturstaatsminister Neumann hat neuen Intendanten der Bundeskunsthalle vorgestellt

Pressemeldung vom 18. Januar 2013, 11:15 Uhr

ib Bonn – Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat anlässlich der
Eröffnung der Ausstellung „Nur hier“ mit Werken der Bundeskunstsammlung
den neuen Intendanten Rein Wolfs vorgestellt, der ab 1. März die
Leitung der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
in Bonn übernimmt. Neumann bezeichnete die Förderung der
Bundeskunsthalle als Bekenntnis zur ehemaligen Hauptstadt Bonn.

Neumann erklärte: „Wir freuen uns, dass Rein Wolfs ab 1. März die
Leitung der Kunst- und Ausstellungshalle (KAH) übernehmen wird. In
zahlreichen Gremien und Kommissionen gestaltet er seit vielen Jahren
die internationale Kunstszene mit. Rein Wolfs ist eine Persönlichkeit,
die internationale Beziehungen mitbringt und sich zugleich im deutschen
Ausstellungsbetrieb profiliert hat – mit guten Kontakten zu Künstlern
und zugleich verankert in Theorie und Praxis des Kuratierens. Rein
Wolfs ist vor allem durch seine breite kuratorische Aufstellung eine
sehr gute Wahl. Er hat nicht nur jungen Künstlern wie Cyprien Gaillard
oder Klara Lidén ein Forum geboten, sondern auch mit großen Namen der
zeitgenössischen Kunst wie Douglas Gordon oder Monica Bonvicini
zusammengearbeitet. Zudem weist sein Portfolio ein beeindruckendes und
durchaus auch publikumswirksames Spektrum alter und moderner Kunst auf
– von Rubens bis Salvador Dalì.“
Bernd Neumann weiter: „Die KAH ist ein klares Bekenntnis des Bundes zur
ehemaligen Hauptstadt Bonn. Mit dieser Förderung – und auch mit dem in
direkter Nachbarschaft liegenden Haus der Geschichte – fühlen wir uns
der Historie der ‚Bonner Republik‘ verpflichtet. Das bleibt so! Der
Auftrag der KAH ist es, geistige und kulturelle Entwicklungen von
nationaler und internationaler Bedeutung insbesondere durch
Ausstellungen, aber auch durch Vorträge und Diskussionen sichtbar zu
machen. Betrachtet man die Gesamtbilanz der letzten zwanzig Jahre, dann
ist sie diesem Auftrag in den meisten Jahren eindrucksvoll gerecht
geworden. Sie schafft den Spagat, ein Ort für aktuelle Kunst zu sein
und darüber hinaus große und international renommierte
kulturhistorische Ausstellungen zu zeigen. Die KAH ist nach wie vor
auch international eine erste Adresse – und an diesen guten Ruf wollen
wir unbedingt anknüpfen, was die Zukunft anbetrifft.“
Die am Donnerstag von Staatsminister Neumann in der KAH in Bonn
eröffnete Ausstellung stellt eine Auswahl von Ankäufen der
Bundeskunstsammlung der letzten fünf Jahre dar. Sie zeigt 100 von
insgesamt 234 Erwerbungen in dieser Zeit. Seit 1971 kauft der Bund
zeitgenössische Kunstwerke. In vier Jahrzehnten ist eine umfangreiche
Sammlung von knapp 1500 Arbeiten entstanden. Sie dokumentiert das
künstlerische Schaffen und damit die Entwicklung der zeitgenössischen
Kunst in der Bundesrepublik Deutschland. Alle fünf Jahre werden die
Erwerbungen der letzten Jahre in einer Ausstellung präsentiert. Über
die Ankäufe für die Bundeskunstsammlung entscheidet eine unabhängige
Kommission aus Fachleuten. Zum Ankauf treffen sich die Mitglieder auf
drei international wichtigen Kunstmessen in Köln, Basel und London.
Dabei steht ein jährlicher Ankaufsetat von rund 500 000 Euro zur
Verfügung.

Quelle: Bonn – Presseamt

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