Energiewechsel

Bonn: Wissenschaftler diskutieren in Bonn über den Purin-Stoffwechsel

Pressemeldung vom 21. Juli 2011, 15:23 Uhr

ib – Rund 250 Wissenschaftler aus aller Welt werden vom 22. bis 25.
Juli in Bonn erwartet. Dann tagt im Pharmazeutischen Institut der
Bonner Universität und im Poppelsdorfer Schloss das 4.
Deutsch-Italienische Purin-Club Meeting „International Conference on
Purinergic Drugs and Targets“.

Purine sind stickstoffhaltige Verbindungen tierischer und pflanzlicher
Zellkerne (Bausteine der Nukleinsäuren). Sie werden vom Stoffwechsel im
Körper zu Harnsäure abgebaut und über den Urin und den Darm
ausgeschieden. Eine zu hohe Purinzufuhr kann zu einer Zunahme der
Harnsäure im Blut führen und zu Ablagerungen in Gelenken und Gewebe
führen. Gicht und Nierensteine sind beispielsweise Folgeerkrankungen.
Ausgerichtet wird die Tagung vom deutschen Purin-Club unter
Federführung von Frau Prof. Dr. Christa E. Müller, Pharmazeutisches
Institut der Universität Bonn. Besondere Themenschwerpunkte des
Kongresses sind beispielsweise Struktur und Funktion Purin-bindender
oder -metabolisierender Membranproteine, Purinerge
Signalübertragungsmechanismen bei der neuronalen Entwicklung sowie im
Zentralnervensystem oder Purinerge Signaltransduktion bei
Entzündungsreaktionen und der Entstehung von Krebs.
Die zu diesen Themen geplanten Vorträge werden von drei Plenarvorträgen
umrahmt, die von führenden Wissenschaftlern dieser Fachgebiete wie
Prof. Dr. Geoffrey Burnstock (London), Prof. Dr. Maria Teresa
Miras-Portugal (Madrid) und Prof. Dr. Nicolas Dale (Warwick) gehalten
werden. Die Tagung findet im Pharmazeutischen Institut der Universität
Bonn in Bonn-Endenich sowie Poppelsdorfer Schloss statt. Der Bonner
Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch wird zur Eröffnung der Tagung am 22.
Juli, um 17.30 Uhr ein Grußwort im Poppelsdorfer Schloss sprechen.
Der German Purine Club ist eine Plattform zur Förderung der Interaktion
und des Austausches von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die
in Deutschland auf dem Gebiete der zwischenzellulären Signalübertragung
durch Nukleotide und Nukleoside arbeiten. Ziel ist es, das Verständnis
der zugrunde liegenden zellulären und molekularen Mechanismen und der
physiologischen und pathologischen Bedeutung der purinergen
Signalübertragung voranzutreiben, die Sichtbarkeit dieses neuen
Wissenschaftsgebietes in Deutschland zu befördern und die Einrichtung
gemeinsamer Forschungsvorhaben zu katalysieren.
Weitere Informationen im Internet unter www.purineclub.uni-bonn.de.

Quelle: Bonn – Presseamt

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