Energiewechsel

Bottrop: Stadtverwaltung bringt optimierte Planung in die politische Abstimmung ein

Pressemeldung vom 15. Mai 2017, 15:57 Uhr

Beim IKEA-Projekt geht es weiter: Die Stadtverwaltung bringt nach längeren Diskussionen mit Nachbarstädten und Genehmigungsträgern jetzt eine optimierte Planung in die politische Abstimmung ein. Oberbürgermeister Bernd Tischler, Bürgermeister Klaus Strehl als Planungsausschussvorsitzender, Ratsherr Hermann Hirschfelder als Vorsitzender des Wirtschaftsförderungsausschusses und der Technische Beigeordnete Klaus Müller stellten heute (15. Mai) bei einer Pressekonferenz die Vorlage vor, mit der die Stadtverwaltung am 1. Juni in die Sitzung der Bezirksvertretung Süd und am 22. Juni in die gemeinsame Sitzung von Planungs- und Wirtschaftsförderungsausschuss geht. OB Tischler betonte im Gespräch den Stellenwert und die Notwendigkeit der interkommunalen Zusammenarbeit bei diesem Projekt. Dadurch und durch die Abstimmung mit Genehmigungsbehörden im Vorfeld sei allerdings nun etwas mehr Zeit verstrichen, als das zunächst geplant gewesen sei.

Um insbesondere Bedenken in Bezug auf den Eingriff in den Bereich des Kraneburger Feldes gerecht zu werden, hat die Verwaltung gemeinsam mit IKEA und dem Landesbetrieb Straßen NRW eine Planalternative zu den bisher öffentlich bekannten Überlegungen erarbeitet. Hierzu wurde zunächst die Planung zum Neubau der A 52 geändert. Beibehalten wurden die Verlegung der Horster Straße mit dem Anschluss an die A 52 im Bereich des Ostermann-Geländes sowie die Anbindungen an die Straße Im Gewerbepark im Norden und die Welheimer Straße auf Gladbecker Stadtgebiet. Die neue Basisstraße wird nun aber nach Osten verschwenkt. Über einen großen Kreisverkehr wird die Verbindung zur A 52 hergestellt. Das IKEA-Grundstück liegt dann zwischen A 52 und der neuen Basisstraße. Die Erschließung erfolgt von der Basisstraße aus über einen zweiten Kreisverkehr.

Ein Vergleich mit der ursprünglichen Planung macht deutlich, dass der Eingriff in den Freiraum durch die neue Planung um etwa 6,1 Hektar reduziert werden konnte.

Da zur Zeit nicht genau absehbar ist, wann der Neubau der A 52 erfolgen wird, wurde ein Zwischenlösung für die Anbindung des Möbelhauses an die B 224 erarbeitet. Dabei werden der wesentliche Teil der Basisstraße sowie ein Teilstück der verlegten Horster Straße bereits endgültig hergestellt. Die Basisstraße wird über eine ampelgeregelte Einmündung an die B 224 angebunden.

Das weitere Verfahren sollte nach dem Vorschlag der Verwaltung nun auf der Grundlage der geänderten Planung durchgeführt werden. Nächster Schritt werde die Erarbeitung der für ein solches Planverfahren erforderlichen Fachgutachten und Fachplanungen sein (wie beispielsweise ein Verkehrsgutachten mit Aussagen zur Verkehrsanalyse, Verkehrsprognose und Verkehrsabwicklung für die Anbindung an die B 224 (Zwischenlösung) und für die Anbindung an die A 52 (endgültige Lösung), ein Lärmgutachten, ein Bodengutachten, eine artenschutzrechtliche Prüfung und eine Umweltverträglichkeitsstudie).

Nachdem die Gutachten erarbeitet sind, will die Verwaltung die Ergebnisse wiederum den politischen Gremien vorstellen. Empfohlen wird auch, vor der vorgeschriebenen Offenlage eine Bürgerversammlung durchzuführen. Aufgrund des Umfangs und der Komplexität der Gutachten wird damit allerdings nicht vor Anfang 2018 gerechnet.

Quelle: Pressestelle der Stadt Bottrop

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