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Bottrop: Tuberkulosefall in einer Bottroper Flüchtlingseinrichtung

Pressemeldung vom 27. April 2017, 14:44 Uhr

In einer Bottroper Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge ist eine aus Afrika stammende junge Frau an einer Lungentuberkulose erkrankt. Die Asylbewerberin wird derzeit in einem Bottroper Krankenhaus behandelt, teilt das Gesundheitsamt der Stadt Bottrop mit.

Die Ansteckungsfähigkeit ist im vorliegenden Fall nicht besonders ausgeprägt, trotzdem sind durch das Gesundheitsamt Maßnahmen zur Verhinderung der Weiterverbreitung eingeleitet worden. Hierzu gehört die Untersuchung mittels Röntgen- beziehungsweise Blutuntersuchung der engen Kontaktpersonen. Enge Kontaktpersonen sind insbesondere die in der Einrichtung untergebrachten Flüchtlinge und Asylbewerber sowie auch ein Teil der Mitarbeiter der Einrichtung. Diese Untersuchungen werden einige Zeit in Anspruch nehmen.

„Die Ansteckungsfähigkeit einer Lungentuberkulose hängt davon ab, in welchem Ausmaß der Erreger beim Husten ausgeschieden wird“, erläutert Gesundheitsamtsleiter Dr. Christian Marga. „Bei der Asylbewerberin liegt ein minderschwerer Fall vor, bei dem der Erreger nicht unmittelbar durch eine mikroskopische Untersuchung der Ausscheidung nachgewiesen werden kann.“ In der medizinischen Fachterminologie unterscheide man zwischen einer „mikroskopischen“ und einer „kulturellen“ Ausscheidung. Im vorliegenden Fall handele es sich um eine „kulturelle“ Ausscheidung, bei der für den Nachweis des Erregers erst ein Abstrich und eine anschließende Kultivierung notwendig ist.

Quelle: Pressestelle der Stadt Bottrop

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