Energiewechsel

Bottrop: Zukunftsstadt-Projekt soll unter dem Motto „Unterschiedlich gemeinsam – Bottrops Wandel gestalten!“ stehen

Pressemeldung vom 23. Juli 2015, 13:16 Uhr

Unter anderem drei Treffen auf Märkten im September und drei Workshops ab Oktober geplant

Unter dem Motto „Unterschiedlich gemeinsam – Bottrops Wandel gestalten!“ steht das weitere große Projekt, für das Bottrop als eine von 52 Städten bundesweit vor einigen Wochen den Zuschlag erhalten hat (wir berichteten). Oberbürgermeister Bernd Tischler und der Projektkoordinator Klaus Müller stellten heute (23. Juli) im Rathaus die geplanten Abläufe in diesem Projekt „Zukunftsstadt Bottrop“ vor und erläuterten, wie dieser Prozess die InnovationCity-Bemühungen und die weitere Umsetzung des Masterplans „Klimagerechter Stadtumbau“ ergänzen und weiterführen kann.

Im Rahmen des mehrstufigen Zukunftsstadt-Wettbewerbes des Bundesministeriums für Bildung und Forschung will die Stadtverwaltung drei Zukunftsaufgaben in Ergänzung zum InnovationCity-Prozess mit den Bürgern besprechen: „Es geht um den Klimawandel, den wirtschaftlichen und sozialen Strukturwandel sowie den demographischen Wandel“, erklärte Oberbürgermeister Bernd Tischler. Die Zukunftsstadt-Initiative solle dabei an die Grundideen der InnovationCity anknüpfen, deren Aktivitäten aber räumlich, inhaltlich und zeitlich erweitern. Tischler dazu: „In konstruktiver Zusammenarbeit von Bürgerschaft und Kommune, Wirtschaft und Wissenschaft soll so mit Blick auf andere Themen und andere Stadtteile eine Brücke in die Zeit nach Erreichen des Zieljahres 2020 der InnovationCity geschaffen werden.“

Bei dieser Entwicklung einer kommunalen „Vision 2030+“ bis hinein ins kommende Jahr wird die Stadverwaltung von drei wissenschaftlichen Partnern unterstützt: dem Fraunhofer Institut für Bauphysik in Berlin, dem RUFIS (Ruhr-Forschungsinstitut für Innovations- und Strukturpolitik) aus Bochum und „Faktor 10“, dem Institut für nachhaltiges Wirtschaften in Friedberg. Bei erfolgreicher Wettbewerbsteilnahme könnte Bottrop in einer zweiten Stufe dann in 2016 diese „Vision 2030+“ in ein Planungs- und Umsetzungskonzept gießen, das bei weiterem Erfolg in Stufe 3 ab 2017 in sogenannten „Reallaboren“ mit erheblicher finanzieller Förderung umgesetzt werden dürfte.

Konkret ist nach Auskunft von Klaus Müller nun zunächst im August eine Plakatkampagne in und an öffentlichen Gebäuden vorgesehen, die Aufmerksamkeit für erste Diskussionen und Ideen im Rahmen einer Aktionsphase ab September erzeugen soll. „Inhaltliche Schwerpunkte wollen wir bei drei Marktaktionen mit den Bürgern identifizieren und konkretisieren“, erläuterte Projektleiter Müller. Die Aktionen fänden auf den Wochenmärkten am Donnerstag, dem 3. September, in Kirchhellen, am Samstag, dem 5. September, in der Innenstadt und am Donnerstag, dem 10. September, in Fuhlenbrock statt.

Im Weiteren folgen eine Schulaktion zum Thema „Klimagerechte Ernährung“ mit mehreren Schulklassen verschiedener Altersstufen sowie ein Filmprojekt der Kulturwerkstatt Bottrop zu jugendrelevanten Themen in der Zukunftsstadt Bottrop. Geplant sind zudem eine wissenschaftliche Tagung zum Thema „Gemeinschaftsgärten in der Stadt“ am Freitag, dem 25. September, in der Lohnhalle Arenberg-Fortsetzung und ein Mitmach-Fest am Samstag, dem 26. September, am Kulturzentrum August Everding zu den Themen „Garten, Naturschutz, Ernährung und klimagerechte Stadt“.

„Es schließt sich eine ‚Werkstatt-Phase‘ an, bei der Akteure der Stadtgesellschaft gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern ‚auf Augenhöhe‘ ihre Vision der Zukunftsstadt Bottrop entwickeln können“, betonte Klaus Müller. Geordnet nach den drei definierten Zukunftsaufgaben werden auch drei Werkstätten angeboten: Am Mittwoch, dem 21. Oktober, in Kirchhellen zum Thema „Klimawandel“, am Donnerstag, dem 22. Oktober, im „Spielraum“ an der Prosperstraße zum Thema „Demografischer Wandel“ und am Donnerstag, dem 5. November, in der Hochschule Ruhr West zum Thema „Strukturwandel“.

Die aus diesen Unternehmungen gewonnenen Ergebnisse werden aufgearbeitet und zu einer „Vision 2030+“ zusammengefasst, die Anfang 2016 öffentlich vorgestellt wird. Mit dem entsprechenden Abschlussdokument will sich die Stad Bottrop dann an der weiteren Stufe des Wettbewerbes des Bundesbildungs- und -forschungsministeriums beteiligen.

Quelle: Pressestelle der Stadt Bottrop

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