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Bottrop: Zwanzig Jahre Ernst-Löchelt-Stiftung für Kinder- und Jugendhilfe

Pressemeldung vom 21. Dezember 2016, 14:22 Uhr

Der Vorstand der Ernst-Löchelt-Stiftung nimmt seine Sitzung im Dezember 2016 zum Anlass, auf das 20-jährige Bestehen der Stiftung zurückzublicken und die Öffentlichkeit über die erfolgreiche Entwicklung zu informieren.

Gründung der Stiftung

Durch Stiftungsgeschäft vom 8. Oktober 1996 wurde die Kinder- und Jugend- hilfestiftung Bottrop als rechtsfähige Stiftung des Bürgerlichen Rechts errichtet und erhielt eine Stiftungssatzung. Ihre Existenz verdankt die Stiftung einer Idee des ehemaligen Oberbürgermeisters Ernst Löchelt, die er bei seiner Amtseinführung zum ersten hauptamtlichen Oberbürgermeister in Bottrop am 14.11.1995 erstmals öffentlich vortrug. Mit dieser Stiftung wollte er ein Instrument schaffen, das benachteiligte Kinder und Jugendliche unserer Stadt in persönlichen und sozialen Notlagen und bei der Teilnahme an Ferienfreizeiten und Klassenfahrten unterstützt. Wegen seiner besonderen Verdienste um Gründung, Aufbau und die erfolgreiche Entwicklung der Stiftung beschloss der Stiftungsvorstand am 22.06.2007 sie in „Ernst-Löchelt-Stiftung für Kinder- und Jugendhilfe Bottrop“ umzubenennen.

Den Grundstock des Stiftungsvermögens bildete seinerzeit eine Spende der Firma Tengelmann aus Anlass der Inbetriebnahme des Logistikzentrums in Bottrop und der Sparkasse Bottrop in Höhe von je 100.000 DM. Heute beläuft sich das Stiftungsvermögen auf rd. 1,25 Mio Euro.

Dank an alle Spender

Der Vorstand bedankt sich bei dieser Gelegenheit bei allen bisherigen und künftigen Spenderinnen und Spendern für die Unterstützung der Stiftung. Zahlreiche Einzelspenden und Erlöse aus besonderen Aktionen haben zu dem großen Erfolg beigetragen. Alle Spenderinnen und Spender anzuführen, würde den Rahmen dieses Berichtes sprengen. Viele Firmen, Institutionen und Privatpersonen unterstützen die Stiftung seit vielen Jahren. Erwähnenswert sind die großen Spendenbeträge, die durch den Verkauf von Marmeladen und anderen Leckereien auf den Weihnachtsmärkten in Bottrop der Stiftung zugute kommen. Den beteiligten Damen, die in monatelanger Arbeit die Verkaufsartikel herstellen, gebührt besonderer Dank.

Ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung des Spendenaufkommens sind die Aktionen, bei denen Bottroper Bürger in Todesfällen und bei besonderen Geburtstagen auf zugedachte Geldgeschenke verzichten und dafür um eine Spende für die Stiftung bitten. So ist zum Beispiel aus Anlass der Feier seines 80. Geburtstages und des 90-jährigen Jubiläums der Firma des Vorstandsmitgliedes Hans Fockenberg ein Spendenbetrag von rund 7.000 € auf das Konto der Stiftung geflossen. Herr Focken-berg gehört übrigens als einziges derzeitiges Vorstandmitglied seit Gründung der Stiftung dem Vorstand an.

Bei der Sparkasse Bottrop ist für die Stiftung ein Spendenkonto (IBAN: DE 45 4245 1220 0000 0000003939) eingerichtet. Alle Spender erhalten auf Wunsch eine Zu- wendungsbestätigung, wenn sie bei Einzahlung oder Überweisung ihren Namen an-geben.

Hilfe durch die Stiftung

Nach der Stiftungssatzung ist das Stiftungsvermögen in seinem Wert zu erhalten. Deshalb wird es sicher und gewinnbringend angelegt. Aus den Erträgen dieser Kapitalanlagen sollen die Stiftungszwecke verwirklicht werden. Das Zinsniveau sinkt seit einigen Jahren kontinuierlich, die aktuelle Geldpolitik der Europäischen Zentral-bank lässt ein Fortbestehen der gegenwärtigen Niedrigzinsphase wenigstens mittel-fristig erwarten. Daher können die ständig steigenden Anträge nur durch die direkte Verwendung der Spendenmittel erfüllt werden. Der Vorstand freut sich, dass trotz-dem bisher alle berechtigten Anträge befriedigt werden konnten.

Seit der ersten Ausschüttung im Jahre 1998 hat die Stiftung bis heute einen Betrag von fast 750.000 € an die Antragsteller ausgezahlt. In den letzten Jahren wurde durchschnittlich ein Jahresbetrag von rd. 50.000 € bewilligt. Im Jahre 2015 konnte eine Rekordausschüttung von rd. 67.000 € verzeichnet werden.

Damit konnte und kann die Stiftung bisher über 2.000 Kindern und Jugendlichen die Teilnahme an Ferienmaßnahmen der Jugendverbände ermöglichen und bei ca. 1.000 Schülerinnen und Schülern die Klassenfahrten bezuschussen. In mehr als 400 Fällen konnte die Stiftung in unterschiedlichsten sozialen und persönlichen Notlagen helfen. Diese vielfältigen Einzelfallhilfen reichen beispielsweise über Beihilfen zu Bekleidung, Kindermöbeln, Übernahme der Kosten für Mikado-Kurse und Reittherapien. Ein nennenswerter Betrag wurde seit dem vergangenen Jahr für die vom Vorstand beschlossene Fahrrad-Aktion verausgabt. In Zusammenarbeit mit der Werkstatt für Behinderte wurden in mehr als 20 Fällen Fahrräder an Kinder und Jugendliche zur Verfügung gestellt, damit sie diese für den Schulweg und den Besuch von Freizeitangeboten nutzen können

Neben diesen Einzelfallhilfen wurden und werden immer wieder Projekte und Freizeitmaßnahmen mit pauschalen Zuschüssen gefördert und unterstützt. Zu diesen Förderprojekten gehört seit jeher die Unterstützung der Arbeit des Spielmobils „Roll-mops“ mit den Ferienzirkusaktionen in Alt-Bottrop und Kirchhellen. Gefördert wurde das Kulturcamp des Jugendklosters Kirchhellen in den Sommerferien und das Sing-klassenprojekt der Musikschule. Zu den Fördermaßnahmen gehören auch die Schüleraustausche von Bottroper Schulen mit Schulen in Bosnien und Tschechien und die Freizeitmaßnahmen des Familienzentrums Rappelkiste an der Ostsee. Zu den Maßnahmen, die schon seit vielen Jahren unterstützt werden, gehören die Ski-Freizeiten für die Schülerinnen und Schüler der Schule am Tetraeder in der Welheimer Mark. Auch der Verein „Leben und Lernen in Bosnien e.V.“ wurde von der Stiftung unterstützt.

Alle diese vielfältigen Unterstützungen sind nur möglich durch die zahlreichen groß-zügigen Spenden der Bottroper Bürgerinnen und Bürger, Firmen und Institutionen. Für dieses bürgerschaftliche Engagement bedankt sich die Vorstandsvorsitzende Frau Marga Löchelt im Namen des gesamten Vorstandes und der benachteiligten Kinder, Jugendlichen und Heranwachsenden ganz besonders herzlich. Auch in der Zukunft ist die Stiftung auf die Spendenbereitschaft der Bevölkerung angewiesen. Geben Sie daher ihrem Herzen einen Stoß und helfen Sie gerade in der Advents- und Weih-nachtszeit mit einer Geldspende, damit die Augen vieler Bottroper Kinder und Jugendlicher ein Stück heller strahlen können.

Vorstand der Stiftung

Nach dem Tode des langjährigen Vorstandsvorsitzenden Ernst Löchelt hat seine Witwe Marga Löchelt den Vorsitz im Vorstand übernommen. Die weiteren Vor-standsmitglieder sind seither Sparkassendirektor Thomas Schmidt (stellvertretender Vorsitzender), Hans Fockenberg, Christoph Grolla und Detlev Ingendoh. Außerdem nehmen der Vorsitzende und die stellvertretende Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Ratsherr Bastian Hirschfelder und Ratsfrau Anja Kohmann, sowie der städtische Jugenddezernent, Erster Beigeordneter Paul Ketzer, als beratende Mitglieder an den Vorstandssitzungen teil. Geschäftsführer der Stiftung ist von Beginn an der frühere Leiter des Jugendamtes Karl-Heinz Ehring.

Mit großer Bestürzung hat der Vorstand den plötzlichen Tod seines Mitgliedes Bernhardine Lützenburg zur Kenntnis genommen. Frau Lützenburg hat sich in der Zeit ihrer Zugehörigkeit mit großem sozialem Engagement und mit vielen Ideen in die Arbeit für die von der Stiftung unterstützten Kinder und Jugendlichen in unserer Stadt eingebracht. Ihre fröhliche und offene Art, die getragen war von besonderer Herzens-wärme, wird dem Vorstand sehr fehlen.

Quelle: Pressestelle der Stadt Bottrop

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