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Bruchhausen: Hören, fühlen, sehen – Neuer Sinnesgarten entsteht in Bruchhausen

Pressemeldung vom 27. Juni 2011, 10:40 Uhr

Bruchhausen. Hören, fühlen, sehen – und sich erholen: All das ist künftig am Istenberg in Bruchhausen möglich. Denn dort entsteht ein neuer Sinnesgarten, der auf ungewöhnliche und überraschende Weise dazu anregen will, sich mit den eigenen Wahrnehmungen auseinanderzusetzen. Bereits in Kürze soll die Anlage fertiggestellt sein.

Sie befindet sich oberhalb des neuen Wasserrades – und zwar auf dem Gelände des früheren Kräutergartens. Das Areal, das ehemals heimische Kräuter und Gewächse vorstellte, sei mehr und mehr eine Wildfläche geworden, berichtet Ortsvorsteher Karl-Josef Wiegelmann: „Für einen Kräutergarten war das Gelände zu stark verschattet.“ Als bei der Umstellung der Trinkwasserversorgung auf den neuen Hochbehälter Kapellenweg quer durch die Fläche Trinkwasserleitungen verlegt wurden, gehörte auch der Kräutergarten endgültig der Vergangenheit an. Als Sinnesgarten soll er nun Einheimische wie Gäste dazu einladen, die eigenen Sinne auf besondere Art wahrzunehmen.

Dazu führen zwei Wegeschleifen durch das ansteigende Gelände. Auf der unteren entstehen zehn Felder aus unterschiedlichen Bestandteilen wie einheimischen Steinarten, Schiefer, Häckselgut und Kieseln. „Wir haben uns ganz bewusst für grobe Materialien entschieden“, so Karl-Josef Wiegelmann, „schließlich soll man den Weg ja nicht als Barfußpfad gehen müssen.“ Ein Handlauf sorgt dafür, dass auch ältere Menschen oder Personen mit nicht mehr so gutem Augenlicht den Weg sicher gehen können. „Über Stock und Stein“ soll dieser Teil des Sinnesgartens heißen.

„Horch mal“ ist der Titel der Klanginstallation aus Holz, die in der oberen Wegeschleife zu sehen – und zu hören – sein wird. Zudem gibt es eine Infotafel, die auf heimische Pflanzen- und Kräuterarten hinweist, die in der Umgebung wachsen – eine Reminiszenz an die Vergangenheit als Kräutergarten. „Schau mal“ wird dieser Bereich des Sinnesgartens heißen, erläutert Karl-Josef Wiegelmann: „Wir wollen dazu einladen, die heimischen Pflanzen bewusster wahrzunehmen.“ Verbunden werden die einzelnen Elemente des Sinnesgartens durch viel Grün und naturnahe Gestaltung.

Möglich wurde das Projekt durch die Zusammenarbeit von Ort, Stadt Olsberg sowie dem Amt für Agrarordnung. Insgesamt 19.400 Euro Fördergelder sind für die Dorferneuerungsmaßnahmen in Bruchhausen genehmigt. Bund und das Land Nordrhein-Westfalen beteiligen sich mit einem Förder-Betrag von 9.700 Euro aus Mitteln zur Verbesserung der Agrarstruktur. Die gleiche Summe kommt noch einmal von der Europäischen Union dazu. Stadt Olsberg und Dorfgemeinschaft Bruchhausen bringen zudem einen Eigenanteil in gleicher Höhe der Fördermittel auf. Ortsvorsteher Karl-Josef Wiegelmann freut sich besonders, dass auch örtliche Unternehmen die Arbeiten unterstützen: Durch die Baumaßnahmen werden die entsprechenden Bereiche im Süden von Bruchhausen wieder zu attraktiven Anziehungspunkten für Gäste, Einheimische und Schulklassen.

Quelle: Hochsauerlandwasser GmbH

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