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CDU-Kreistagsfraktion Lippe: CDU kritisiert „Fit für mehr!“

Pressemeldung vom 9. Februar 2017, 12:03 Uhr

Die CDU-Kreistagsfraktion übt harte Kritik an dem von der rot-grünen Landesregierung aufgelegten Programm „Fit für mehr!“. „Was Bildungsministerin Löhrmann als ‚Erweiterung von Bildungschancen‘ feiert, geht zu Lasten unserer Berufskollegs, der engagierten Lehrer und vor allem der Schüler“, ärgert sich Fraktionschef Andreas Kasper. „Wieder einmal werden zusätzliche Aufgaben angeordnet ohne entsprechende finanzielle und personelle Ausstattung dafür.“

„Fit für mehr!“ verpflichtet die Berufskollegs, bereits ab dem 1. Februar zusätzliche Klassen einzurichten für Flüchtlinge im Alter von 16 bis 25 Jahren und diesen „fundierte Grundkenntnisse im sprachlichen, mathematischen, kulturellen und politisch-gesellschaftlichen Bereich“ zu vermitteln, wie das Ministerium am 18. Januar in einem Erlass an die Bezirksregierungen bestimmt hat. Allerdings gibt es weder zusätzliche Stellen noch die nötigen Raumkapazitäten oder finanzielle Mittel. Die CDU befürchtet negative Auswirkungen auf die Ausbildungsqualität für die anderen Schülerinnen und Schüler der Berufsschulen, den künftigen Fachkräften z.B. im Handwerk und in den kaufmännischen Bereichen.

„Wir haben Hochachtung davor, was die Berufskollegs in den Internationalen Klassen leisten“, betont Ralf Mühlenmeier, schulpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, die Flexibilität der Berufskollegs in Lippe. Mit motivierten Teams aus Lehrkräften und Sozialarbeitern, der Einstellung von Deutschlehrern und Coaches aus der Wirtschaft, der Bildung von Arbeitskreisen und Projekten mit den Regelklassen hätten sie auf die Herausforderungen der Internationalen Klassen reagiert. „Doch bereits jetzt fehlen die dort engagierten Lehrkräfte in ihren eigentlichen berufsfördernden Bildungsgängen“, erläutert Mühlenmeier. Er wirft der rot-grünen Landesregierung vor, mit dem neuen Erlass die erfolgreichen und vielschichtigen Angebote der lippischen Berufskollegs zu gefährden. Neben dem Erwerb der Fach- und Hochschulreife gehören dazu auch die Berufsorientierungsjahre und sonderpädagogischen Bildungsgänge für junge Menschen ohne Schulabschluss. „Die Verantwortlichen im Kreis müssten Sturm laufen gegen das neue Programm der rot-grünen Landesregierung. Stattdessen lobt der Leiter des Eigenbetriebs Schulen des Kreises Lippe die neuen Auflagen sogar öffentlich. Das irritiert uns sehr“, so Mühlenmeier. „Integration ist ein wichtiges Anliegen. Als Schulträger muss der Kreis aber seiner Verantwortung gegenüber allen Schülerinnen und Schülern gerecht werden und dem Land Einhalt gebieten, wenn der Bildungsauftrag für die originären berufsfördernden Bildungsgänge gefährdet ist“, heißt es aus den Reihen der CDU-Fraktion.

Quelle: CDU-Kreistagsfraktion Lippe

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