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Datteln: Gesamtschulkooperation Datteln-Olfen setzt auf umfangreiche Informationen

Pressemeldung vom 21. März 2017, 16:11 Uhr

„Wir sind davon überzeugt, dass ein Teilstandort der Olfener Wolfhelm-Gesamtschule in Datteln für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Städte in jeder Hinsicht zukunftsweisend ist. Deshalb arbeiten wir intensiv an den Grundlagen für diese Kooperation“, sagt Bürgermeister Wilhelm Sendermann. Er hat sich jetzt zusammen mit dem Beigeordneten der Stadt Datteln, Dirk Franke, sowie der eigens installierten Planungsgruppe aus beiden Städten plus Vertretern der Schulleitung auf den Weg nach Xanten und Raesfeld gemacht, um sich eingehend über zwei bereits laufende Gesamtschulkooperationen zu informieren. Diskutiert wurden unter anderem Fragen zum Schülerbusverkehr, zur allgemeinen Kostenverteilung, zu den Auswirkungen zweier Schulstandorte auf das Lehrerkollegium sowie grundsätzliche Organisationsmöglichkeiten und auch verschiedene Gesamtschulkooperationsformen. Diese Bereisung war ein weiterer Baustein der Planungsarbeiten. Ein anlassbezogener Schulentwicklungsplan (SEP) ist bereits in Arbeit, außerdem wird derzeit eine detaillierte, aber zunächst unverbindliche Meinungsumfrage unter den Eltern potenzieller Gesamtschüler in Datteln ausgewertet. „Es ist uns wichtig, so viele Informationen wie möglich zu sammeln, und Lehrer, Eltern und Politik bei jedem Schritt mitzunehmen“, betont Wilhelm Sendermann. Eine Gesamtschulkooperation biete immense Vorteile für alle Beteiligten und sei im Hinblick auf abnehmende Schülerzahlen ein sinnvoller Schritt, die Zukunft der Wolfhelm-Gesamtschule in Olfen zu sichern. Warum eine Kooperation? Derzeit können 116 Kinder jährlich in vier Zügen an der Schule aufgenommen werden. Die Anmeldezahlen für die beliebte Olfener Gesamtschule überschreiten diese Zahl mit knapp 160 bei Weitem, wobei die einpendelnden Schülerinnen und Schüler in erster Linie aus Datteln kommen. Da die Aufnahmekriterien eine Bevorzugung nach Wohnsitz verbieten, gehören auch in jedem Jahr Olfener zu den abgelehnten Schülerinnen und Schülern. Würden die Dattelner Schülerinnen und Schüler aber zum Beispiel aufgrund einer Veränderung der Schullandschaft im Nachbarort wegbleiben, würde das die Gesamtschule in Olfen in Existenzgefahr bringen. „Selbst, wenn jedes Jahr alle Viertklässler der Olfener Grundschule zur Gesamtschule wechseln würden, könnte eine vorgeschriebene 4-Zügigkeit nicht erreicht werden. Würde die Zügigkeit der Gesamtschule aber im Rahmen einer Kooperation auf sechs erhöht und auf zwei Standorte verteilt, erhöhte sich damit auch die Chance der Familien auf einen Gesamtschulplatz am Wohnort. Ablehnungen von Schülerinnen und Schülern aus dem eigenen Ort könnten so verringert werden“, erläutert Michaela Nietmann von der Stadt Olfen. An einem Strang ziehen „Das Wichtigste ist, dass Eltern, Lehrer, Schülerinnen und Schüler sowie die Politik an einem Strang ziehen, um auch für die folgenden Generationen hervorragende Bildung anbieten zu können“, sagt Bürgermeister André Dora. Für den Beigeordneten Dirk Franke hat der Besuch der beiden Gesamtschulkooperationen Xanten-Sonsbeck und Borken-Raesfeld gezeigt, „dass eine derartige Zusammenarbeit Früchte tragen kann. Immer unter der Voraussetzung, dass die individuellen Ansprüche der Standorte erfüllt werden.“ Für die geplante Gesamtschul-Kooperation Datteln-Olfen werden nun die Ergebnisse des SEP und der Meinungsumfrage unter den Eltern abgewartet, danach konkrete Lösungsmöglichkeiten gesucht bzw. verfeinert, um schließlich nach den Sommerferien gemeinsam eine Entscheidung über Ja oder Nein zu einem Gesamtschul-Teilstandort in Datteln ab dem Schuljahr 2018/2019 zu fällen.

Quelle: STADT DATTELN / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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