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Datteln: Kindergartengrundstück im Winkel mit Arsen und Blei belastet

Pressemeldung vom 26. Juli 2011, 11:47 Uhr

Keine akute Gefahr für Kinder – Boden wird kurzfristig ausgetauscht

Eine geringfügige Überschreitung der zulässigen Werte für Arsen und Blei wurde jetzt im südlichen Teil des Awo-Kindergartens an der Glückaufstraße gefunden. Es handelt sich dabei um natürliche Vorkommen, die durch Auswaschungen entstanden sind. Der betroffene Bereich ist bereits abgesperrt; er darf nicht betreten werden.
„Eine akute Gefahr für die Kinder besteht zwar nicht. Dennoch sollte der Boden aus Vorsorgegründen schnellstmöglich ausgetauscht werden, da der Gesetzgeber Kinderspielflächen als sehr sensible Bereiche ansieht“, betont Karl-Heinz Reckert, Leiter der Unteren Bodenschutzbehörde beim Kreis Recklinghausen. Eine Gefährdung für Kleinkinder besteht nach Meinung des Gutachters Dr. Peter Reinirkens erst dann, wenn sie jeden Tag mindestens einen Teelöffel Erde essen.
Auf Kinderspielflächen sollte laut Bundesbodenschutzverordnung dauerhaft sichergestellt sein, dass der Boden den Prüfwert von 25 Milligramm Arsen pro Kilogramm nicht überschreitet, bei Blei bis 200 Milligramm. Im südlichen Teil des Kindergartens sind zum Teil Arsen-Werte von 42 Milligramm festgestellt worden, bei Blei lag der Höchstwert bei 270 Gramm. Festgestellt wurden die Werte im Nachgang zu der groß angelegten Untersuchung des Bereichs um den Dattelner Mühlenbach, bei der vor allem im Beisenkamp natürliche Arsenvorkommen festgestellt worden sind.
Stadtverwaltung und Awo werden schnellstmöglich Gespräche über Finanzierung und Umsetzung der gutachterlich begleiteten Maßnahme führen. Entnahme, Beprobung und Wiederauffüllung des Bodens werden voraussichtlich etwa 14 Tage dauern. Der Boden muss bis zu einer Tiefe von 50 Zentimetern ausgehoben werden. Betroffen sind etwa 200 Quadratmeter Grundstücksfläche. Zurzeit rechnet die Untere Bodenschutzbehörde mit Kosten in fünfstelliger Höhe.

Quelle: STADT DATTELN / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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