Energiewechsel

Detmold: Europäische Energiestrategie 2020

Pressemeldung vom 14. Juni 2011, 08:21 Uhr

Möglichkeiten und Realitäten

Detmold. Das Thema „Energie“ ist steht zur Zeit hoch im Kurs. Die aktuelle Atomausstiegsdebatte in Deutschland oder die Fragen rund um den Klimaschutz lösen europaweite Debatten und Diskussionen aus. Über den Energiebedarf Deutschlands und Europas heute und in der Zukunft referierte aus Anlass des Europatages jetzt Richard Stock vor einem interessierten Publikum in der Alten Schule am Wall. Eingeladen hatten den ausgewiesenen Fachmann für europäische Fragen und Generaldirektor des Europazentrums Robert Schuman (Scy-Chazelles/Frankreich) die Europa-Union Lippe, die Deutsch-Italienische Gesellschaft und die Stadt Detmold.

Deutlich wurde in seinen Ausführungen die starke Abhängigkeit Deutschlands von russischen Gaslieferungen, die 70% des Energiebedarfs ausmachen. erläuterte auch die verschiedenen Trassen, über die Energie nach Europa geliefert werden soll. Er vertrat die Auffassung, dass der hohe Energiebedarf der Industrie nicht nur mit Windkraft gedeckt werden kann. In einer Grafik wurde deutlich, dass in Deutschland zwar der höchste Anteil an Solarenergie produziert wird, die Sonnenscheindauer aber im Verhältnis zu anderen Ländern sehr gering ist. Als alternative Energie würde zum Beispiel die Erdwärme hier zu wenig genutzt.

In der anschließenden lebhaften Diskussion vertrat der Referent die Auffassung, dass ein Ausstieg aus der Kernenergie richtig sei und er davon ausginge, dass auch Frankreich sich eines Tags dem anschließen würde. Weiter verdeutlichte er, dass den Städten und Gemeinden eine sehr wichtige Rolle bei dem Ausbau der alternativen Energien zukomme. Die Stadt Detmold ist hier bereits auf dem Weg und wird zu diesen Fragen Anfang Oktober eine Tagung mit den europäischen Partnerstädten veranstalten unter dem Thema „Klimaschutz in Europa – voneinander lernen – gemeinsam Handeln“.

Quelle: Stadt Detmold

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