Energiewechsel

Detmold: Europäischer Austausch zu Industrie 4.0

Pressemeldung vom 20. Februar 2015, 08:39 Uhr

Spanische Wirtschaftsdelegation zu Gast bei MSF-Vathauer Antriebstechnik

Hoher Besuch bei MSF-Vathauer Antriebstechnik: Walther von Plettenberg (Geschäftsführer der Deutschen Handelskammer für Spanien) besuchte gemeinsam mit dem Präsidenten des spanischen ICT Verbands AMETIC, José Manuel de Riva Zorrilla, und einer Wirtschaftsdelegation am 05.Februar das Detmolder Unternehmen. Gemeinsam mit dem Spitzencluster it’s OWL bereiste die Wirtschaftsdelegation Ostwestfalen-Lippe, um sich hier über Trends und Technologien zu „Industrie 4.0“ zu informieren.

Der Besuch in Detmold hat einen konkreten Hintergrund. „Wir sind sehr daran interessiert, erfolgreiche Beispiele für Technologietransfer in mittelständischen Unternehmen kennenzulernen“, so der Geschäftsführer der AHK Spanien, „und freuen uns, dass uns MSF-Vathauer Antriebstechnik so herzlich willkommen heißt.“
Vormittags besuchte die Delegation die „Smart Factory“ im CIIT in Lemgo – MSF-Vathauer ist hier Kooperationspartner – und informierte sich zum Stand der Forschung. Der praktische Einblick wurde dann nachmittags mit dem Unternehmensbesuch am Stammsitz des Unternehmens in Detmold gegeben.

Geschäftsführer Karl-Ernst Vathauer begrüßte die hochrangige Delegation aus Spanien. Er machte in seiner Unternehmensvorstellung deutlich, dass es wichtig ist, das Thema ganzheitlich zu betrachten – von der Automatisierung bis zur Energierückgewinnung. „Wir begreifen Industrie 4.0 als technische Revolution, die einer Evolution unterliegt. Es Bedarf viel Know-how zur Umsetzung der neuen Ansätze. Da brauchen wir nicht nur unser Wissen im elektronischen Bereich, auch im mechanischen Bereich benötigt es viel Know-how.“

Karl-Ernst Vathauer präsentierte u.a. einen Prototypen einer Montagelinie, welche sich in der FH Düsseldorf befindet und sich über das Internet steuern lässt. MSF-Vathauer beteiligt sich an diesem Forschungsprojekt, welches die Erforschung einer neuen Architektur von Automatisierungssystemen auf Basis von Web-Technologien hat. Die Schwierigkeit hierbei bestand u.a. darin, dass beim Aufbau der Anlage alle Technologien und Bauteile der fünf beteiligten Unternehmen mit „Plug-and-play“ funktionieren mussten. Das Einloggen mithilfe einer cloudbasierten Lösung ermöglicht in Echtzeit eine Einwahl in die Anlage. Webcams erlauben den direkten Blick in den Anlagenbetrieb.

Die Delegation bestand neben dem Präsidenten des AMETIC aus Vertretern von verschiedenen regionalen Clustern und Akteuren aus dem Bereich Maschinenbau und IKT. Die Delegationsteilnehmer zeigten sich am Ende begeistert von der Innovationsfähigkeit und dem gelungenen Technologietransfer. Sie stellten fest, dass MSF-Vathauer ein gelungenes Beispiel für ein mittelständisches Unternehmen ist, was sich stets neue Impulse holt. Die enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor bei der Überführung von Forschungsergebnissen in marktfähige Innovationen. Spanische Mittelständler haben es hier aktuell noch schwer, frühzeitig den Zugang Spitzentechnologie zu erhalten. Durch die aktive Mitarbeit sowie den Austausch mit der Forschung und Großunternehmen in Netzwerken können mittelständische Unternehmen das hohe Wertschöpfungspotenzial neuer Technologien viel besser für sich nutzen.

Quelle: InnoZent OWL

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