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DIE LINKE: Rat der Stadt zeigt kein Herz für Ehrenamtler

Pressemeldung vom 15. Dezember 2016, 15:22 Uhr

Die Ratsfraktion DIE LINKE. hat kein Verständnis dafür, dass der Rat der Stadt eine Aktuelle Stunde zu dem Brief des Teams Ehrenamt gestern abgelehnt hat. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer haben sich bei den Mitgliedern des Rates darüber beschwert, dass demnächst das gewinnorientierte Unternehmen European Homecare statt der Caritas die Flüchtlinge im Übergangswohnheim Löwental betreuen soll. „Die Ehrenamtler befürchten, dass sich die Betreuung demnächst verschlechtern wird“, so die Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke. „Denn erst als die Caritas die Betreuung 2014 übernommen hat, ist sie deutlich besser geworden. Das sind Sorgen, die ernst genommen werden müssen, zumal eine Reportage des WDR aufgedeckt hat, das EHC über zu wenig qualifizierte Mitarbeiter verfügt. Es ist deshalb ein Affront, dass sich alle anderen Ratsmitglieder gestern geweigert haben das Anliegen zu diskutieren, obwohl sie persönlich angesprochen waren.“

Oberbürgermeister Thomas Kufen hatte formale Bedenken angemeldet. Denn die Vergabepraxis der Verwaltung war erst kürzlich Thema im Sozialausschuss. Da lag der Brief der Ehrenamtler allerdings noch nicht vor. “ Die Menschen, die sich mit viel Herzblut ehrenamtlich für Flüchtlinge engagieren, sind unabdingbar für die Integration. Ohne sie würde es nicht gehen. Da sollte man nicht so formalistisch sein“ so Gabriele Giesecke weiter.

Die Ratsfraktion DIE LINKE hat die Ausschreibungspraxis der Verwaltung immer wieder zum Thema im Sozialausschuss gemacht. „Es kann nicht sein, dass die vom Rat beschlossenen Qualitätskriterien übergangen werden, weil keine Zeit für eine Prüfung ist und deshalb nur der Preis entscheidet. Erst recht geht nicht, dass für vier Monate ein Wechsel der Betreuung verordnet wird und in dieser Zeit neu ausgeschrieben wird. Das ist gegenüber Flüchtlingen, Trägern, Beschäftigten und Ehrenamtlichen ein nicht zu tolerierendes Verhalten“, so Ulla Lötzer, für DIE LINKE im Sozialausschuss.

Quelle: DIE LINKE

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