Energiewechsel

DIE LINKE: Samstagsarbeit im Bürgeramt kein Dauerzustand

Pressemeldung vom 4. Juli 2016, 14:33 Uhr

Mehr Personal im Haushalt 2017/2018 bereitstellen

Nach Ansicht der Ratsfraktion DIE LINKE darf die Samstagsarbeit im Bürgeramt am Gildehof kein Dauerzustand werden, auch wenn es jetzt als Notlösung eine kurzfristige Verbesserung für die Bürgerinnen und Bürger bringt. Stattdessen muss der eklatante Personalmangel schnellstmöglich behoben werden, den das ehemalige „Viererbündnis“ aus CDU/GRÜNE/FDP/EBB vor Jahren mit dem Abbau von 690 Stellen massiv vorangetrieben hat. An der Spitze dieser Kürzungsbewegung stand damals Thomas Kufen als Vorsitzender der CDU-Fraktion.

„Wir erwarten, dass Oberbürgermeister Thomas Kufen diese falsche Personalpolitik korrigiert und im Stadthaushalt für die Jahre 2017/2018 deutlich mehr Personal einplant“, so die Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke. „Das Personalproblem kann nicht durch Mehrarbeit und Überstunden womöglich demnächst auch noch beim Jobcenter oder dem Sozialamt gelöst werden, sondern nur durch mehr Personal. Dabei geht es nicht nur um mehr Stellen für die Bürgerämter, sondern um mehr Stellen insgesamt quer durch die Verwaltung. Das fordert auch der Personalrat, denn es ,brennt‘ an vielen Stellen in der Verwaltung.“

So hat das Rechnungsprüfungsamt im Bereich Immobilienwirtschaft festgestellt, dass die Sachbearbeitung mit erheblichen Mägen behaftet ist und deshalb ein bedarfsgerechtes Gebäude- und Objektmanagement in Frage gestellt werden muss. Anfang dieses Jahres haben 33 Amtsleiter der Stadt Essen mit der „Klausenhofer Erklärung“ auf unhaltbare Zustände durch Personalnot in der Stadtverwaltung aufmerksam gemacht.

„Die Verwaltung wurde zu sehr auf Verschleiß gefahren“, so Gabriele Giesecke abschließend. „Das geht jetzt zu Lasten der Beschäftigten und der Bürgerinnen und Bürger, die einen Anspruch auf eine bürgerfreundliche Verwaltung haben. Zu einer bürgerfreundlichen Verwaltung gehört die Wiedereröffnung der sechs Bürgerämter in den Stadtteilen, die im April geschlossen worden sind.“

Quelle: DIE LINKE

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis