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Dinslaken: Bestattungen: 34 Mal Sache der Stadt

Pressemeldung vom 25. Januar 2017, 16:35 Uhr

Das nordrhein-westfälische Bestattungsgesetz schreibt das Beisetzen der sterblichen Überreste eines Menschen innerhalb von zehn Kalendertagen vor. In der Regel klappt das problemlos. In manchen Fällen ist das Aufgabe der Stadt.Das gilt insbesondere, wenn jemand in der Wohnung tot aufgefunden wird und Familienangehörige nicht zu ermitteln oder heillos zerstritten sind.

Dann ist das ein Fall für den Fachdienst Allgemeine Ordnung, Gewerbe und Verkehr. Die Verstorbenen werden zunächst auf Kosten des Steuerzahlersin der Regel eingeäschert und würdevoll beigesetzt. Von einer Einäscherung wird bei Verstorbenen muslimischen Glaubens abgesehen oder wenn tot Aufgefundene eine schriftliche Verfügungen für den Todesfall betroffen haben. Im vergangenen Jahr musste das ehemalige Ordnungsamt sichum 34 Fälle (2015: 24 Mal)kümmern.

Eher seltenen geht die Angelegenheit gut aus, weildann der Steuerzahlerfür die Kosten nicht einzustehen braucht. Zum anderen löst ein Fall wie Ende vergangenen Jahres eine intensive Suche nach Erben aus, bevor am Ende gegebenenfalls dem Land Nordrhein-Westfalen das Erbe zufällt.Wie berichtet, wurden die städtischen Mitarbeiter durch die Polizei in das Haus eines verstorbenen Ehepaares gerufen. Und die staunten nicht schlecht, weil der Haushalt der beiden Senioren einen sehr gepflegten Eindruck machte, was so eher selten ist.

Auf der Suche nach verwertbaren Hinweisen fanden die Bediensteten abgesehen von Wertsachen ein Vermögen von 1,5 Millionen Euro in Wertpapieren und Depots. Ein Fall für den vom Gericht bestellten Nachlasspfleger, nachdem das Haus durch die Stadt versiegelt war. Die Meldung der Stadtpressestelle über den außergewöhnlichen Fall wurde bundesweit verbreitet und löste schnell Recherchen von zwei Fachbüros aus, die in solchen Fällen auf die Suche nach Erben gehen. Klar, dass die Stadtverwaltung die Kosten für die Bestattung beim Nachlasspfleger zur Erstattung angemeldet hat.

Quelle: Stadt Dinslaken – Pressestelle

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