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Dinslaken: Besuch – Fred Spiegel aus den USA

Pressemeldung vom 18. Juli 2011, 13:19 Uhr

Dinslaken. Wie jedes Jahr im Sommer, war Fred Spiegel zu Besuch in seiner Geburtsstadt und bei seinen Freunden Gabi Khanna und Familie Grafen in Hiesfeld. Diese Besuche sind nicht selbstverständlich, denn Spiegel wurde 1932 in eine jüdische Familie hineingeboren. Seinen Vater verlor er 1933. Als damals Sechsjähriger erinnert er sich gut an die Ereignisse im November 1938 in Dinslaken und die nachfolgende furchtbare Zeit. Seine Erinnerungen hielt er auf 170 Seiten unter dem Titel „Once the acacias bloomed“ fest. Der Band kann im Stadtarchiv eingesehen und in der Stadtbibliothek ausgeliehen werden.

Inzwischen ist Fred Spiegel vielen Schülern in dieser Stadt ein Begriff. Jahr für Jahr geht er seit den späten 1990er Jahren in die Dinslakener Schulen und erzählt als Zeitzeuge in gutem Deutsch, aber mit amerikanischem Akzent, aus seinem Leben, vom Überleben in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern. Viele Mitglieder seiner Familie kamen darin ums Leben. Spiegel wanderte in die USA aus. Dort geht der Zeitzeuge des Holocaust jährlich in etwa 80 Schulen und trägt dazu bei, dass die nationalsozialistischen Gräuel nicht vergessen werden.

Bürgermeister Dr. Michael Heidinger empfing Fred Spiegel gemeinsam mit der Ersten Beigeordneten Christa Jahnke-Horstmann im Rathaus. Heidinger drückte seinen Dank und seine Hochachtung für die Erinnerungsarbeit aus, die Spiegel in Dinslaken leistet, und wünschte sich, ihn noch oft begrüßen zu können. Ganz besonders denkt Michael Heidinger dabei an das Jahr 2013, das die Stadt zum Anlassnehmen wird, mit verschiedenen Veranstaltungen und Projekten an die Ereignisse in der Reichspogromnacht vor 75 Jahren zu erinnern.

Quelle: Stadt Dinslaken – Pressestelle

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