Energiewechsel

Essen: RWE-Aktienverkauf gefährdet keine Arbeitsplätze

Pressemeldung vom 23. Februar 2017, 15:45 Uhr

Die Ratsfraktion DIE LINKE wiederholt angesichts des erneuten Wegfalls der Dividende ihre Forderung nach einem Ausstieg aus den RWE-Aktien. Ein Verkauf würde zum jetzigen Zeitpunkt immerhin rund 240 Mio. Euro in die kommunale Kasse spülen, während eine Dividendenausschüttung in den nächsten Jahren weiter in den Sternen steht. ?Das Argument gegen einen Verkauf, Essen sei Sitz des RWE-Konzernes und ein wichtiger Arbeitgeber, lassen wir nicht gelten?, so die Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke. ?Die Arbeitsplätze werden nicht durch einen Eigentümerwechsel der Aktien gefährdet. Vielmehr hat der RWE-Konzern durch das viel zu späte Umsteuern bei der Energiewende seinen massiven Arbeitsplatzabbau selbst zu verantworten. Die Stadt Essen muss angesichts ihrer finanziellen Nöte auf sich selber achten. Sie hat bereits riesige Verluste erlitten, weil sie den Aktienverkauf zum richtigen Zeitpunkt verschlafen hat.? Eine Anfrage der Ratsfraktion DIE LINKE im vorletzten Jahr ergab, dass ein Verkauf der RWE-Aktien 2007 einen Verkaufserlös von 1,16 Mrd. Euro und Zinsersparnisse von 180 Mio. Euro realisiert hätte. Dem stand zwar eine Dividende seit 2007 von rund 450 Mio. Euro Dividende gegenüber, die allerdings jetzt zum zweiten Mal komplett wegfällt.

Quelle: DIE LINKE. Fraktion im Rat der Stadt Essen

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