Energiewechsel

Geldern: Modernes Fahrradparkhaus mit Werkstatt am Bahnhof

Pressemeldung vom 1. Juli 2015, 09:59 Uhr

Gemeinsames Projekt von GWS, Lebenshilfe und Stadt Geldern

GELDERN Das „Niersforum“, der Wasserplatz am Eingang in den GeldernerNierspark, wird schon jetzt von den Menschen gern zur Naherholung genutzt. In weiteren Schritten sollen nun auch der Bereich um den Gelderner Bahnhof und der Bahnhof selbst attraktiv gestaltet werden. Nach den Plänen der Stadt Geldern zur Sanierung des Bahnhofsvorplatzes, stellten nun die GWS, die Lebenshilfe Gelderland und die Stadt Geldern ein neues Projekt gemeinsam vor: Am Gelderner Bahnhof, dessen Eigentümerin die GWS ist, soll ein modernes Fahrradparkhaus für etwa 350 Fietsen entstehen. Zweiter Teil der modernen Radstation wird eine Reparaturwerkstatt mit Fahrradverleih und Kiosk im Bahnhof, betrieben von der Lebenshilfe Gelderland. Besonderer Charme dieses Vorhabens: Die bislang in nur wenigen Städten vorhandene Service-Lösung böte zudem über ein Tochterunternehmen der Lebenshilfe die Möglichkeit, behinderten Menschen einen Arbeitsplatz zu schaffen.
Dankbar für die gemeinsam gefundene Lösung zeigte sich Bürgermeister Ulrich Janssen. „Das Projekt wird den Bereich am Bahnhof erneut aufwerten. Es wird nicht nur eine gute und sichere Lösung für die Aufbewahrung von Fahrrädern geschaffen, sondern verbessert durch die Partnerschaft mit der GWS und der Lebenshilfe auch deutlich die Möglichkeit, in Kombination mit Rad und Bahn auch ohne Auto mobil zu sein.“ Dass die Architektur der entstehenden Baukörper mit bereits vorhandenen Gestaltungen harmoniert, verdeutlichte Architekt Berthold Dams. „Wir wollen zum Gleis hin ähnliche Glaselemente verwenden, die die Menschen schon aus der Personenunterführung kennen – auch bei unserer Radstation mit Beleuchtung. Die übrigen Seiten erhalten Verkleidungen mit Lochgittern“, so Berthold Dams. Eine gute Beleuchtung soll ohnehin ein Thema des Projekts werden. GWS-Geschäftsführer Paul Düllings: „Wir möchten Angsträume in jedem Fall vermeiden. Der Bereich wird sehr gut ausgeleuchtet, damit man auch spät am Abend oder in dunkler Jahreszeit mit einem sicheren Gefühl sein Fahrrad aus der Radstation holen kann.“ Für die Diebstahlsicherung soll ein automatisiertes Zugangssystem, möglicherweise mit codierter Karte, sorgen. Hier müssen aber noch Details geklärt werden. Ganz neue Servicemöglichkeiten für Radler ergeben sich durch die benachbarte Werkstatt, die im früheren Raum des Bergknappenvereins entsteht. „Hier könnten die Kunden morgens ihr Rad abgeben und abends, wenn sie mit dem Zug oder dem Bus zurückkommen ist die Reparatur bereits erledigt“ erläutert Paul Düllings. Während die GWS die Maßnahme auch nutzt, um den Bahnhof energetisch zu sanieren, wird die Radstation von der Lebenshilfe betrieben. „Vier bis fünf Menschen mit Behinderung werden hier bei uns Arbeit finden. Werkstatt und Fahrradverleih schaffen die Synergien dazu. Auch ein Kiosk ist geplant“, freut sich Günter Voß, Geschäftsführer der Lebenshilfe. Das Gesamtkonzept hat offenbar überzeugt, denn die Gelderner können mit Fördermitteln rechnen. Siebzig Prozent der förderfähigen Kosten in Höhe von 511.000 Euro werden gefördert. Somit steht eine Fördersumme von 357.700 Euro in Aussicht. Hierzu, so Ulrich Janssen, sei bereits Ende 2011 ein Förderantrag gestellt worden. Die Bauarbeiten insgesamt schlagen mit rund 800.000 Euro zu Buche. Der Zeitplan ist ehrgeizig: „Wir möchten nach den Sommerferien starten und hoffen, im März 2016, wenn das Frühlingswetter die Leute auf’s Rad lockt, die Radstation zu eröffnen“, gibt sich Paul Düllings optimistisch.

Quelle: Stadt Geldern

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