Energiewechsel

Geseke: 14. Geseker Firmenforum bei der Firma August Richter

Pressemeldung vom 14. Juni 2011, 13:58 Uhr

Vision einer Geseker Wirtschaftsvereinigung vorgestellt

Vor rund 140 Geseker Unternehmerinnen und Unternehmern eröffnete Bürgermeister Franz Holtgrewe gestern Abend das 14. Geseker Firmenforum in den Räumlichkeiten der Firma August Richter. Bürgermeister Holtgrewe berichtete über die positive Entwicklung des Forums und gedachte dem am 19. Januar 2011 verstorbenen Franz-Friedrich Schröter vom Bundesverband Mittelständischer Wirtschaft, der Initiator und Motor des Geseker Firmenforums war.

Rabea Hambach-Richter stellte ihr Unternehmen vor. 1930 als Stahl- und Holzhandel Deimel & Richter gegründet, wurden 1945 die Bereiche getrennt. Die auf den Eisen – / Stahlhandel spezialisierte Firma August Richter lagerte damals ihr Eisen am Lindenweg, der Verkauf fand in den Räumlichkeiten an der Bachstraße statt. August Richter, Vater von Rabea Hambach-Richter trat 1974 die Nachfolge des gleichnamigen Firmengründers an. Das Unternehmen errichtete 1976 an der Bürener Straße / Am Lülingsbusch eine Lagerhalle und verlegte 1988 mit dem Neubau eines Verkaufs- und Verwaltungsgebäudes den Firmensitz an den heutigen Standort. Mitte der Neunziger Jahre wurden Verkaufsfläche und Lagerhalle weiter ausgebaut. Seit 2 ½ Jahren leitet die studierte Mathematikerin mit dem Schwerpunkt Wirtschaft, Rabea Hambach-Richter, die Geschicke des mittelständischen Familienunternehmens, das insgesamt 25 Mitarbeiter in den Bereichen Verkauf, Lager, Außendienst und Verwaltung beschäftigt. „Wir legen großen Wert auf gute Qualität und Fachberatung und bieten regelmäßig Ausbildungsplätze an“, erläuterte Frau Hambach-Richter die Richtung ihrer Firma, zu deren Kunden sowohl Handwerks- und Industriebetriebe als auch Privatpersonen zählen. Bei einem Rundgang führte die Geschäftsführerin mit ihren Mitarbeitern durch die 5.000 qm große Stahllagerhalle mit der 30 m langen Sägestraße, die Stahl-Profile nach Maß sägt und die 1.000 qm große Verkaufsfläche. Sie gewährte den Gästen auch einen Blick in den Lagerraum, in dem das vielfältige Sortiment an Kleineisenwaren etc. lagert.

Als zweiter Punkt an diesem Abend stand die Neuausrichtung des Geseker Verkehrsvereins auf der Tagesordnung. Thomas Böke referierte über die Vision einer Geseker Wirtschaftsvereinigung, die seit einigen Monaten von der Geseker Wirtschaftsförderung, dem Verkehrsverein und Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen entwickelt worden ist. Die Neuausrichtung wird notwendig, da sich der jetzige Vorsitzende Rüdiger Frenzel nicht mehr zur Wahl stellt und eine Führung allein auf ehrenamtlicher Basis nicht mehr möglich ist. „Das war harte Arbeit, die Du geleistet hast“, sprach Böke Rüdiger Frenzel Dank und Anerkennung für sein großes ehrenamtliches Engagement aus.

Das Konzept sieht die Zusammenführung des Verkehrsvereins und des Unternehmerforums vor, um alle Wirtschaftszweige zu vereinen und als starke Gemeinschaft ein Sprachrohr der Geseker Wirtschaft zu bilden.

Zielsetzung ist die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen, die Stärkung der Kaufkraft durch die Weiterentwicklung des attraktiven Standortes und der Lebensqualität. Stadtfeste sollen weitere Impulse bekommen, die Offenlegung des Geseker Baches und das wunderschöne Ambiente des Stadtparks sollen zusätzliche Akzente setzen, Patenschaften sollen entstehen. „Eine Vision ist bereits Wirklichkeit geworden. Das Kulturforum im Haus Thoholte wird in diesen Tagen eröffnet“, sagte Thomas Böke. „Danke an Peter Plonka und seine Mitinitiatoren“.

Eine gleichberechtigte Vorstandsgruppe, bestehend aus drei Personen und einem Vertreter der Stadt Geseke, eine Assistenz, ein Koordinator und ein Beirat von bis zu 20 Personen soll die Vereinsstruktur bilden.

Kandidaten sind:

für den Vorstand Markus-Peter Dürkes, Theo Günnewig, Josef Otto und Wirtschaftsförderer Hermann-Josef Wulf als Vertreter der Stadt Geseke,

für die Assistenz Birgit Wapelhorst

für den Beirat Michael Auge, Michael Beekes, Bernd Blömeke, Rüdiger Frenzel, Dr. Steffen Gajewski, Thomas Gockel, Theo Gröne, Maria Luise Hans, Rudolf Heicks, Michael Neubert, Dieter Ritz, Wolfgang Schmidt, Tanja Senftleben, Tobias Strach, Volker Trugge und Cordula Wenzel.

Für die künftigen Aufgaben der Wirtschaftsvereinigung steht schon jetzt ein Budget von 20.000 €, bereit gestellt von Geseker Unternehmen, zu Verfügung.

In der Jahreshauptversammlung am 27. Juni 2011 sollen durch eine Satzungsänderung die Weichen für die Zukunft gestellt werden.

Der Vortrag „Den Sehenden die Augen öffnen“ des blinden Extrembergsteigers Andy Holzer rundete das Programm ab. Andy Holzer berichtete über sein Leben und seine unbändige Willenskraft, all die Dinge zu erreichen, die auch ein sehender Mensch bewerkstelligen kann, sei es Fahrradfahren, Skifahren, Surfen und natürlich seine Expeditionen beispielsweise auf den Kilimanjaro, Mont Blanc oder die Drei Zinnen in den Dolomiten. Seine nächste Vision ist die Besteigung des Mount Everest. „Meine Vision kann ich aber nur leben und erreichen, da ich immer Menschen um mich habe, die an mich glauben, mir vertrauen und denen ich vertrauen kann“, so Andy Holzer. Seine Philosophie „Gemeinsam ist man stark, Unabhängigkeit führt zu Einsamkeit“ und „Stolpersteine als neue Treppe bzw. Chance sehen“ passt nicht nur zu dem Extremsportler sondern auch zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Forums und zu der Vision eines Geseker Wirtschaftsvereins.

Die Unternehmerinnen und Unternehmer zeigten sich beigeistert und hatten ausreichend Gesprächsstoff für den gemütlichen Ausklang des Abends.

Quelle: Stadt Geseke

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