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Goch: Kirchentour endet in Nierswalde

Pressemeldung vom 1. Dezember 2016, 15:27 Uhr

Die evangelische Kirche in Nierswalde ist am Freitag, den 9. Dezember 2016 letzter Veranstaltungsort der Reihe „Bilder zum Unsichtbaren“ in den Gocher Ortskirchen. Die Kombination aus Führung, Lesung und Musik beginnt um 17.00 Uhr. Karten gibt es zum Preis von 5,00 € pro Stück bei der KulTOURbühne im Gocher Rathaus (Email: kultourbuehne@goch.de, Telefon: 0 28 23 / 320-202). Die Veranstaltung der KulTOURbühne findet in Zusammenarbeit mit der VHS und der Buchhandlung am Markt statt.

Gästeführer Gustav Kade führt zu Beginn durch das noch recht junge Gotteshaus. Erster Spatenstich für das Gebäude war 1954. Im Anschluss an die Führung liest Monika Schabrucker aus „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ von Éric Emmanuel Schmidt. Als eine von insgesamt sechs Erzählungen über Kindheit und Spiritualität zählt sie zum „Zyklus des Unsichtbaren“. Begleitet wird die Lesung musikalisch von Aslan Gümüs. Er spielt auf einer Langhalslaute, genannt Saz.

Éric-Emmanuel Schmitt, geboren 1960 in Sainte-Foy-lès-Lyons, studierte Klavier und Philosophie. Anfang der 90er Jahre begann er als Autor für Theater, Film und Fernsehen zu arbeiten. Er lebt heute in Brüssel. Mit seinen kleinen Erzählungen über die großen Religionen der Welt wurde er international berühmt und gehört zu den erfolgreichsten Gegenwartsautoren in Frankreich. Seine Werke wurden in 40 Sprachen übersetzt und haben sich mehr als zehn Millionen Mal verkauft.

„Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ handelt von dem Pariser Händler Ibrahim und Moses, einem Jungen jüdischen Glaubens. Moses klaut manchmal Konserven in Ibrahims Laden und glaubt, dass dieser nichts bemerkt hat. Doch er hat den jüdischen Jungen längst durchschaut. Denn Monsieur Ibrahim, der für alle nur „der Araber an der Ecke“ ist, sieht mehr als andere. Er ist ein verschmitzter Weiser, der viele Geheimnisse kennt, auch die des Glücks und des Lächelns. Moses ist erst elf und lebt mit seinem Vater, einem schweigsamen und melancholischen Mann, in einer düsteren Wohnung. Er führt ihm den Haushalt, und ab und an legt er vom Haushaltsgeld etwas auf die Seite für einen Besuch bei den Mädchen in der Rue de Paradis. Laufen die Dinge mal nicht nach seiner Vorstellung, holt er sich Rat bei Monsieur Ibrahim, der in jeder Lebenslage etwas Passendes in seinem Koran zu finden weiß. Moses spürt, auf Monsieur Ibrahim, der Tag um Tag unverrückbar in seinem Laden sitzt, ist Verlass. Als die Geschichte mit seinem schwermütigen Vater die schlimmstmögliche Wendung nimmt, findet er in ihm einen zuverlässigen Freund. Die beiden begeben sich auf eine abenteuerliche Reise, und Moses erfährt, dass nicht alle Dinge so sind, wie sie scheinen. Denn Monsieur Ibrahim ist kein Araber, genauso wenig, wie die Rue Bleue blau ist.

Quelle: Stadt Goch / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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