Energiewechsel

Gütersloh: Denkblockaden lösen

Pressemeldung vom 27. Juni 2011, 14:49 Uhr

Beim „Gender Talk“ über die Frauenquote diskutiert

Gütersloh (gpr). Für den zweiten „Gender Talk“ zum Thema „Quote statt Qualität“, der in der vergangenen Woche in der Aula der Volkshochschule stattfand, hatte sich die Gleichstellungsstelle der Stadt Gütersloh prominente Unterstützung geholt. Dr. Lore Maria Peschel-Gutzeit, Rechtsanwältin und Senatorin für Justiz a.D., zeigte den 30 Teilnehmerinnen einen Weg in der Quotendiskussion auf. „Wir brauchen Quote und Qualität“, das ist der richtige Weg“, sagte Peschel-Gutzeit.

Die Frage, ob man eine Quote zur Durchsetzung der beruflichen Gleichberechtigung von Frauen brauche, beantwortete die ehemalige Vorsitzende des Deutschen Juristinnenbundes mit einem eindeutigen „Ja“. Seit 62 Jahren seien Frauen und Männer per Gesetz gleichberechtigt. Dieser Grundsatz im Grundgesetz habe viel bewirkt, doch die Gleichstellung erfordere weitere Maßnahmen. Bei einer vorhandenen Qualifikation führe die Quote dazu, dass Frauen in die engere Wahl kämen.

Über gute Erfahrungen mit der Frauenquote im öffentlichen Dienst konnte Bürgermeisterin Maria Unger berichten. So seien in der Stadtverwaltung Gütersloh 17,4 Prozent der Führungskräfte weiblich und damit läge die Stadtverwaltung Gütersloh über dem Durchschnitt. Die Quotendiskussion hält Unger für ein probates Mittel, um Denkblockaden aufzulösen und zu hinterfragen, ob der geringe Frauenanteil in Spitzenpositionen nur dadurch zu erklären sei, dass nicht genug gewillte und qualifizierte Frauen vorhanden seien, die eine Führungsaufnahme übernehmen könnten.

Gleichstellungsbeauftragte Inge Trame hatte mit diesem „Gender Talk“, der in Kooperation mit dem Soroptimist International, Club Gütersloh und der Wirtschaftsförderung der Stadt Gütersloh durchgeführt wurde, einmal mehr den Blick auf die Geschlechter- und Gleichstellungsperspektive gelenkt. Trame warb für eine differenzierte Betrachtung und stellte gleichzeitig fest, dass Frauen auf ihrem Weg zur Chancengleichheit noch auf vielen Gebieten, zum Beispiel bei der Entlohnung und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Nachholbedarf hätten.

Quelle: Stadt Gütersloh – Zentrale Öffentlichkeitsarbeit

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