Energiewechsel

Gütersloh: Die vierte Bombe innerhalb der letzten zwölf Monate

Pressemeldung vom 9. Juni 2011, 15:57 Uhr

Relikt aus dem zweiten Weltkrieg auf Baustelle Unter den Ulmen entschärft

Gütersloh (gpr). Der vierte Bombenfund in Gütersloh innerhalb der letzten zwölf Monate: Dienstag Mittag (7.6.) wurde bei Bauarbeiten auf dem Gelände Unter den Ulmen/Ecke Bogenstraße (zwischen Brauhaus und Steakhaus Mendoza) eine amerikanische 500-Kilo-Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg frei gelegt. Das Team des Kampfmittelbeseitigungsdienst beim Regierungspräsidenten Arnsberg, Außenstelle Detmold, um den erfahrenen Fachmann Gerd Matthée, leistete auch diesmal wieder routiniert und präzise Arbeit vor Ort. Um 15.30 Uhr – nach gut 20 Minuten -. War das Kriegsrelikt unschädlich gemacht und auf einen LKW verladen. Die zuvor in einem Umkreis von ca. 250 Metern gesperrten Straßen, und die Bahnstrecke Minden-Köln, die während der Entschärfung ebenfalls gesperrt war, konnten umgehend wieder frei gegeben werden.

Bereits kurz nach dem Bombenfund hatten Mitarbeiter des städtischen Fachbereichs Ordnung unter der Leitung von Thomas Habig und der Polizei die umliegenden Anwohner informiert und gebeten, bis bis 14.30 Uhr ihre Häuser zu verlassen – darunter die Mitarbeiter des Bürgerzentrums „die Weberei“ , die Bewohner von umliegenden Wohn- und kleineren Geschäftshäusern sowie Erzieherinnen und rund 70 Kinder einer Kindertageseinrichtung im Bereich der St, Pankratiuskirche. Die Eltern der Kinder wurden ebenfalls informiert und holten den Großteil der Kinder vor der Sperrung des Areals ab. Etwa zehn Kinder gingen während der Entschärfung mit den Erzieherinnen in den nahe gelegenen Rieger Park.

Für eine knappe halbe Stunde wurde auch der Zugverkehr auf der Bahnstrecke Minden-Köln angehalten. Die Züge aus Richtung Minden blieben während dieser Zeit im Bahnhof Gütersloh, die aus Richtung Köln im Bahnhof Rheda. Für Gerd Matthée und seine Kollegen war es ein Einsatz ohne Komplikationen, auch wenn Matthée, seit 1980 „Kampfmittelbeseitiger“ auf die Frage, was bei seiner Arbeit wichtig ist, normalerweise antwortet: „Dass sie nicht Routine wird.“

Der Bombenfund ist der vierte innerhalb der ‚vergangenen zwölf Monate in Gütersloh, Matthée und sein Team hatten im Dezember bereits eine 250-Kilo-Bombe auf der jetzigen Pfleiderer-Baustelle unschädlich gemacht. Eine 500-Kilo-Bombe gilt als eher seltene Hinterlassenschaft im Bereich Gütersloh, war aber im Juli 2010 im Bereich des Stadtparks zum letzten mal entdeckt worden.

Besonders kurz vor Ende des 2. Weltkriegs war Gütersloh noch einmal Ziel von Luftangriffen, die unter anderem dem Bereich um den Bahnhof herum galten.

Quelle: Stadt Gütersloh / Zentrale Öffentlichkeitsarbeit

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