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Gütersloh: Ehrenamtliche Helfer für Schwalbenzählung gesucht

Pressemeldung vom 24. Juni 2011, 12:43 Uhr

Vorhandene Nistplätze schützen

Gütersloh (gpr). In den nächsten beiden Jahren sollen im Stadtgebiet Gütersloh die Vorkommen von Mehl- und Rauchschwalben erfasst werden, um deren schwindende Bestände durch Hilfsmaßnahmen retten zu können. Zur Unterstützung dieser Aktion sucht der Fachbereich Umweltschutz jetzt ehrenamtliche Helfer.

„Die Aufgabe ist nicht schwer, nur Zeit muss man investieren“, so Dr. Jürgen Albrecht vom Fachbereich Umweltschutz. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad könne man die munteren Schwalben relativ leicht finden, wenn man Augen und Ohren etwas dafür trainiert habe. Dafür geht oder fährt man die Wege seines Erfassungsgebietes bei schönem Wetter systematisch ab und achtet auf umher fliegende Vögel. Dann stoße man auch schnell auf deren Nistquartiere, so der Biologe.

Die Mehlschwalbe und die Rauschwalbe sind Gebäudebrüter und stehen inzwischen als gefährdete Arten auf der Roten Liste. Gleichzeitig werden auch Nistplätze von Mauerseglern registriert, sofern Zufallsbeobachtungen dieses schwieriger zu erfassenden Gebäudebewohners gelingen. Wichtigste Schutzmaßnahme für diese Vögel ist vor allem die Erhaltung vorhandener Nistplätze. „Schwalbennester dürfen nicht entfernt werden. Wer Sorge vor bekleckerten Hauswänden hat, sollte sogenannte Kotbrettchen im Abstand von gut einem halben Meter unterhalb der Nester befestigen“, so der Tipp von Albrecht.

Wenn bei Gebäudesanierungen Nester oder Brutplätze entfallen, sollte man für Ersatz sorgen, zum Beispiel durch Kunstnester für die Schwalben oder Nistkästen für Mauersegler. Mauerseglernistplätze lassen sich auch gut in die Wände oder Dächer integrieren, wenn man dies rechtzeitig einplant.

Zurzeit sind vor allem im Raum Avenwedde-Friedrichsdorf und in einigen Außenbereichen Kartiergebiete zu vergeben, die individuell nach den Möglichkeiten des ehrenamtlichen Helfers zugeschnitten werden können. Interessenten erhalten weitere Informationen, Arbeitskarten und -anleitungen bei Dr. Jürgen Albrecht vom Fachbereich Umweltschutz der Stadt Gütersloh unter der Telefonnummer 822086 oder per E-Mail an juergen.albrecht@gt-net.de. Weitere Informationen gibt es auch unter www.guetersloh.de.

Gezählt werden sollen unter anderem die Mehlschwalben, die man an der stark zum übrigen blauschwarzen Gefieder kontrastierenden mehlweißen Unterseite und dem weißen Bürzel erkennt, ihr Schwanz ist eingekerbt. Der Bestand ist in Gütersloh inzwischen stark ausgedünnt.

Quelle: Stadt Gütersloh – Zentrale Öffentlichkeitsarbeit

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