Energiewechsel

Gütersloh: Gut bestückt, aber dennoch Bedarf in einigen Wohngebieten

Pressemeldung vom 14. Juni 2011, 10:11 Uhr

Spielräume auf dem Prüfstand

Gütersloh (gpr). Wie viele Spielplätze brauchen die Kinder in Gütersloh und wo sind sie sinnvoll? Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels hat der Fachbereich Grünflächen jetzt eine umfangreiche Spielraumplanung vorgelegt, die sowohl die Flächengrößen und Einzugsgebiete als auch die Qualität der Spielplätze und die Handlungsfelder aufzeigt. Damit kommt die Stadt Gütersloh der Verpflichtung nach, um die Voraussetzungen für eine kinderfreundliche Umwelt zu schaffen.

Im Stadtgebiet gibt es 92 Spielplätze und 17 Bolzplätze. Dazu kommen noch 28 Spielflächen an Schulen und 13 Spielflächen in Grünanlagen. Viele dieser Spielplätze verfügen über gute Gestaltungselemente. Allerdings sind die Gestaltungsmöglichkeiten begrenzt, weil sie nicht über eine Mindestfläche von 1.500 Quadratmeter verfügen. Das macht es schwer, Kindern unterschiedlicher Altersgruppen ein Angebot zu machen

Das Augenmerk wird auch auf die Verteilung der Spielplätze gerichtet. Während Kattenstroth und Sundern, Avenwedde Bahnhof und Friedrichsdorf eine hohe Dichte von Spielflächen aufweisen, gibt es im Innenstadtbereich, in Nordhorn und in Avenwedde zum Teil eine Unterversorgung.

Doch wie viel Spielfläche wird überhaupt gebraucht? „Das wird nach einem Erlass des Innenministeriums von 1974 mit einem Mindestwert von 2,4 Quadratmetern pro Einwohner gerechnet“, erklärt Evelyn Hilker vom Fachbereich Grünflächen. Die Stadt Gütersloh hätte demnach einen Bedarf von 230.873 Quadratmetern Spielflächen. Zählt man jedoch alle öffentlichen Spiel- und Bolzplätze, Spielflächen an Schulen und Spielflächen in Park- und Grünanlagen zusammen, ergibt sich für Gütersloh eine Gesamtspielfläche von 267.825 Quadratmetern. Bei der Bewertung dieses Überhangs von knapp 37 000 Quadratmeter müsste jedoch berücksichtigt werden, dass die Spielflächen an den Schulen wegen der Einführung der Ganztagsschulen nur noch eingeschränkt zur feien Verfügung stünden, so Hilker.

Bedarf für neue Spielplätze entsteht im Rahmen der neuen Baugebiete am Pavenstädter Weg, an der Krullsbachaue und Auf der Horst. Ob neue Spielplätze, notwendige Sanierungen oder auch die Auflösung von kleineren Spielflächen: Allen Maßnahmen wird eine Priorität zugeordnet. Für die Maßnahmen mit der Priorität eins, die im Zeitraum von 2012 bis 2016 durchgeführt werden sollen, ist eine Investitionen von 1,2 Mio Euro vorgesehen. Der städtische Anteil würde rund 540.000 Euro betragen.

Quelle: Stadt Gütersloh – Zentrale Öffentlichkeitsarbeit

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