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Gütersloh: Mehr als Geschmacksfragen

Pressemeldung vom 26. Juli 2011, 13:19 Uhr

Gestaltungsbeirat sucht Austausch in Essen

Gütersloh(gpr). Wie kombiniert man die Geschichte eines Gebäudes mit der Gegenwart, welche architektonischen Akzente sind in der Innenstadt möglich und förderlich? – Diese Fragen stellen sich Planer und Architekten in Gütersloh und in Essen gleichermaßen. Die Aufgaben ähneln sich. „Nur die Dimensionen unterscheiden sich“, so Birgit Melisch, Vorsitzende des Gestaltungsbeirates der Stadt Gütersloh.

Beim diesjährigen Austausch in der Kulturhauptstadt Essen besuchten die Mitglieder des Gestaltungsbeirates sowie Vertreter aus Politik und Verwaltung am Mittwoch das Museum Folkwang, folgten dem Kulturpfad entlang der Philharmonie und dem neu gestalteten Hauptbahnhof und nahmen die Rathaus-Galerie und das Einkaufszentrum am Limbecker Platz in Augenschein.

Beim Folkwang Museum diente der Altbau in seinem Umgang mit der Lichtqualität als Vorbild für den Neubau, in dem sich die Lichtführung über die Innenhöfe und Oberlichter als Stilelement fortsetzt. Während auf jede Eitelkeit in Bezug auf Form und Material verzichtet wurde, räumt die zurückhaltende Architektur des Museums Folkwang der Kunst den Mittelpunkt ein. „Ein sehr gutes Beispiel für das Bauen im Einklang mit der Geschichte“, befanden die Gütersloher.

Besonders beeindruckt zeigte sich die Gruppe von der Besichtigung des 17 Hektar großen Krupp-Quartieres, das im Jahre 2010 eröffnet wurde und zum Arbeitsplatz für 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geworden ist. Die neue Konzernzentrale von Thyssen-Krupp markiert aber nicht nur einen neuen Abschnitt in der Konzerngeschichte, sondern kann auch als Impuls für die gesamte städtebauliche Entwicklung gelten. Gebaut wurde nach dem Prinzip: Weniger ist mehr. Die Fassadengestaltung ist eine Familie aus Stahl, Glas und champagnerfarbenen Blechen. Die Arbeit mit wenig Materialien ist ästhetisches Programm.

Den Abschluss der Fahrt bildete ein Besuch in der Zeche Zollverein, die zum Welterbe zählt. Auch hier ging es den Gütersloher Architekten nicht um Geschmack und Stil, sondern um die Erfahrung mit dem Bauen im Einklang mit der Geschichte des Gebäudes, sowie um die ästhetische und technische Form. Nur dadurch entwickelt die Architektur ihren Charme, und darum wollen sich die Mitglieder des Gestaltungsbeirates auch in ihren nächsten Sitzungen in Gütersloh kümmern.

Quelle: Stadt Gütersloh – Zentrale Öffentlichkeitsarbeit

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