Energiewechsel

Gütersloh: Politik in jungen Köpfen

Pressemeldung vom 1. Juli 2011, 12:14 Uhr

Erfolgreiche Bilanz
Zehn Jahre Jugendparlament

Gütersloh (gpr). Da können andere schon mal neidisch werden: Das Gütersloher Jugendparlament kann eine zehnjährige Erfolgsgeschichte vorweisen und die Wahl des mittlerweile sechsten Jugendparlaments ist schon vorbereitet. Es geht also weiter mit Politik und Palaver, Sprecherwahl und neuen Beschlüssen. Was die jungen Parlamentarier mit ihren Impulsen und Projekten für die Jugendlichen in Gütersloh auf die Beine gestellt haben, kann sich sehen lassen: Unter den rund 30 Projekten und Aktionen muss man vor allem den Skaterplatz, die Street Soccer Liga, das mittlerweile schon dritte Jugendkulturfestival, die Veranstaltungsreihe „Jugend on tour“ sowie das kostenlose Nachhilfeangebot nennen. In den vergangenen Jahren haben sich 192 Jugendliche im Gütersloher Jugendparlament engagiert, sie haben 79 Sitzungen durchgeführt und fünf Sprecherinnen und sieben Sprecher haben erfahren, was sie bewegen können.

Eine von ihnen ist Florentine Kosfeld, die sich bereits als 13jährige für das Jupa interessiert hat. Heute ist die Abiturientin 19 Jahre alt und sagt: „Das Jupa hat mich geprägt.“ Ohne Jupa hätte es kein Praktikum beim Jugenddezernenten der Stadt gegeben und auch keines im Bundestag, ohne Jupa würden auch die Einblicke fehlen, wie Politik tickt. Auch Jupa-Sprecher Nahir Aslan möchte seine Erfahrungen nicht missen: „Eine Präsentation vorzubereiten, Standpunkte zu erklären und zu vertreten und dabei vor vielen Menschen zu sprechen, da muss man reinwachsen“, sagt der 18jährige.

Beide Sprecher sehen sich als diejenigen, die Brücken bauen: Von der Jugend zur Politik und zur Verwaltung. Besonders zum Jugenddezernenten Joachim Martensmeier sei der Weg immer kurz und die Unterstützung groß gewesen, sagt Florentine Kosfeld. Wichtig für die Arbeit des Jugendparlaments sei aber auch Gerd Ebbing vom Fachbereich Jugend, den Nahir und Florentine als „Anker“ bezeichnen. Durch seine Beratung sei immer wieder ein Weg gefunden worden, wenn die Luft mal raus gewesen sei, so Florentine

Von Freunden und Bekannten haben Florentine und Nahir positive Rückmeldungen zu ihrem politischen Engagement erhalten. Auch wenn Nahirs Freunde ihn frotzelnd mit „Hi, du Bundeskanzler“ ansprechen, finden sie es gut, dass Nahir als Ansprechpartner zur Verfügung steht.

„Man kann etwas machen“, sagt Nahir. Und auch wenn er sich wie auch Florentine einen stärkeren Dialog mit der Politik wünscht, gibt es bei den jungen Parlamentariern keine Spur von Politikverdrossenheit.

Und wenn andere Städte wie Hövelhof, Selm, Bielefeld und Paderborn sich dafür interessieren, warum es in Gütersloh mit dem Jugendparlament so gut läuft, macht das auch ein wenig stolz. Erst in der letzten Woche war Florentine Kosfeld zu Gast im Jugendhilfeausschuss in Lemgo und hat dort von den Gütersloher Erfahrungen berichtet.

Dass das Jugendparlament nicht nur Sitzungen, sondern auch Feiern organisieren kann, soll am Montag, 4. Juli, um 15 Uhr im Bauteil 5 unter Beweis gestellt werden. Exakt am ersten Jahrestag der ersten Sitzung vor zehn Jahren wollen die jungen Parlamentarier ihre Erfolge feiern. Interessierte sind dazu herzlich eingeladen.

Quelle: Stadt Gütersloh – Zentrale Öffentlichkeitsarbeit

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