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Gütersloh: Schnupperrundgang durch Güterslohs „grünes Wohnzimmer“

Pressemeldung vom 27. Juni 2011, 10:42 Uhr

Themenführungen mit Barbara Weidler auch im Rahmen des Gütersloher Sommers

Gütersloh (gpr). Ein heftiger Windstoß verhindert am Samstagnachmittag kurzzeitig, dass die Teilnehmerinnen des Rundgangs „Riechen Sie mal“ durch den Botanischen Garten Gütersloh Barbara Weidlers kleiner Geschichte über den Efeu, der sich an einer 120 Jahre alten Buche hochräkelt, lauschen können. Aber die Quintessenz kriegen sie trotzdem mit: „Efeu riecht für mich nach jungen Erbsen.“ Im Rahmen des europaweiten Tages des Parks hat die Stadt Gütersloh an diesem Wochenende unter anderem den Schnupperrundgang durch Güterslohs „grünes Wohnzimmer“ organisiert – in Zusammenarbeit mit dem Förderkreis Stadtpark/Botanischer Garten und Barbara Weidler, deren Themenrundgänge immer wieder begeistern.
Als sich der Himmel langsam verdunkelt, steuert Barbara Weidler das Gewächshaus an, eine der Stationen auf ihrer Tour. „Wir können ja den Schauer abwarten“, schlägt sie vor. Die vier Frauen folgen zustimmend. Hier gibt es zwar nichts zu riechen, aber viel zu sehen. Die Künstlerinnen Adelheid Eimer und Karin Puce laden an diesem Wochenende zu ihrer Bilderausstellung „Herbae floresque“ (Kräuter und Blumen) ein.

Als sich die Regenwolken verziehen, riecht es nach feuchtem Gras und nach Lavendel, der im Mediterranen Garten wächst. Im Grunde ist dies eine ideale Wetterlage, um die Schönheit des Botanischen mit dem Geruchssinn zu erfassen. Immer wieder drückt Barbara Weidler den vier Teilnehmerinnen Blätter in die Hand. „Zerdrücken Sie die mal und riechen Sie!“ fordert sie auf. Anders als Blüten müssen die Blätter meist erst ihre Öle freisetzen, um ihren Duft zu entfalten. Die Blätter des Zitronenbaums haben das allerdings nicht nötig. Herrlich frisch verströmen sie Mittelmeergefühl. Doch Barbara Weidlers Liebling im Mediterranen Garten ist der Guavenbaum, ein exotisches Gewächs aus Lateinamerika. Seine Früchte schmecken saftig süß.

Ein weiteres Schmuckstück des Gartens ist der Sommergarten mit seinen prachtvollen Blumenbeeten und dem traditionellen Kugelahorn mit der weißen Rundbank. Kein Wunder, dass der Güterslohs Botanischer Garten, dessen Geschichte 1912 begann, in den illustren Kreis des europäischen Gartennetzwerkes aufgenommen wurde..

„Wichtig für den Duft der Pflanzen ist die Temperatur und die Tageszeit“, erklärt Barbara Weidler. Daraufhin nimmt sie die Gruppe mit in den Apothekergarten, in dem rund 150 verschiedene Pflanzen ihr zu Hause haben. „Der Duft hat eine große Wirkung auf uns. Die Erinnerung an bestimmte Gerüche bleibt für immer“, sagt Barbara Weidler. „Guter Duft macht uns friedlich.“ Mit einem Gedicht von Erich Kästner und viel Applaus der Teilnehmerinnen schließt sie ihren Schnupperrundgang ab.

Weitere Themenrundgänge mit Barbara Weidler finden im Rahmen des „Gütersloher Sommers“ statt, darunter auch ein Angebot für gehörlose Menschen. Alle Termine unter www.guetersloher-sommer.de

Quelle: Stadt Gütersloh / Zentrale Öffentlichkeitsarbeit

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