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Gütersloh: Winterfütterung von Vögeln

Pressemeldung vom 18. Januar 2013, 11:57 Uhr

Trocken und in der richtigen Mischung/ Tipps von der Umweltberatung

Gütersloh (gpr). Im Winter Vögel zu füttern, ist sehr beliebt. Das eingeschränkte Nahrungsangebot in der Stadt kann so ausgeglichen werden. „Eine Fütterung von Vögeln ist den ganzen Winter, etwa von November bis Ende März, sinnvoll und möglich, also nicht nur bei Dauerfrost oder geschlossener Schneedecke“, so die städtische Umweltberaterin Beate Gahlmann. Allerdings müssen die Futterhäuser so konstruiert sein, dass das Futter nicht nass werden kann. Silofuttergeräte sind gegenüber den „klassischen“ Vogelhäusern zu bevorzugen, da hier das Futter nicht mit Kot beschmutzt werden kann. Die Erkrankung „Salmonellose“ wird besonders häufig an großen Futterplätzen beobachtet, die von vielen Vögeln besucht werden. Um dieser für Vögel tödlichen Krankheit vorzubeugen, sind mehrere kleine Futterstellen einer großen vorzuziehen.

Auch sollte man die Futterstellen regelmäßig reinigen, da durch den Kot der Vögel Krankheitserreger wie beispielsweise Salmonellen übertragen werden können. Deshalb verschmutzte oder schimmelige Nahrung und Kot regelmäßig entfernen. Manche Salmonellosetypen sind auch für den Menschen gefährlich. Deshalb bei Verdacht auf Salmonellose beim Reinigen der Futterstellen unbedingt Handschuhe tragen.

Salzhaltige Nahrung wie Wurst, Schinken, Speck- und Käsereste oder gesalzene Erdnüsse, gekochte Kartoffeln, Margarine oder Butter als reines Fett sollten auf keinen Fall in die Vogelfütterung. Im Winter brauchen Vögel nur wenig Wasser und erhalten das in ausreichendem Umfang aus der Nahrung oder aus Schnee, Tau und Raureif. Eine Tränke erleichtert jedoch den Vögeln in der schneefreien Zeit die Wasseraufnahme.
Weitere Informationen zum Thema Vogelfütterung und Anleitungen zum Bau von Nisthilfen gibt es bei der Umweltberatung Gütersloh, Gisela Kuhlmann und Beate Gahlmann, Eickhoffstraße 33, Telefon 82 20 88.

Das richtige Futter wählen:

Eine Futtermischung für Körnerfresser wie Finken, Ammern, Sperlinge, Meisen und Kleiber, im Handel als Meisenfutter bezeichnet, sollte zu 90% aus Sonnenblumenkernen, zu 5% aus Hanfkörnern und zu 5% aus Erdnusskernen bestehen. Eine Futtermischung für Weichfresser wie Amsel, Drossel, Rotkehlchen und Heckenbraunelle, im Handel als Fettfutter bezeichnet, sollte aus 90% in Fett getränkten Haferflocken, zu 5% aus Rosinen und zu 5% aus Erdnusskernen bestehen.
Für Vogelarten, die Feinsämereien bevorzugen, erhält man im Handel eine Waldvogelfuttermischung, die auch von Vogelzüchtern verwendet wird.

Diese drei Futtermischungen kann man zu einer Universalfuttermischung zusammen fügen, wobei die Anteile je nach Besucher der Futterstelle variieren. Erfahrungsgemäß kann der Anteil des Waldvogelfutters gering sein. Als weitere Beigabe eignen sich aufgetaute oder getrocknete Beeren. Je reichhaltiger das Futtergemisch ist, desto besser entspricht es den unterschiedlichen Geschmacksrichtungen der einzelnen Vogelarten. Übrigens: Amseln und Drosseln lieben halbierte Äpfel und Birnen. Bei Meisenknödeln ist auf eine gute Qualität zu achten.

Quelle: Stadt Gütersloh – Zentrale Öffentlichkeitsarbeit

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