Energiewechsel

Gütersloh: „Wissen, wo Wissen entsteht“

Pressemeldung vom 5. Juli 2011, 14:22 Uhr

Beim Innovations.Kreis.GT bei Kemper ging es um Zukunftsthemen

Kreis Gütersloh. Selten hat es beim Innovations.Kreis.GT so gut gerochen. Während der Veranstaltung wehte den rund 60 Teilnehmern der Duft von frischgebackenen Brötchen und Baguettes um die Nase. Das lag daran, dass die pro Wirtschaft GT mit dem Innovations.Kreis.GT diesmal bei der Neuenkirchener Maschinenfabrik Emil Kemper in Rietberg zu Gast war. Seit 124 Jahren produziert Kemper Maschinen für das Bäckerhandwerk – inzwischen vor allem für den industriellen Bereich. Und was diese Maschinen an Leckereien produzieren, konnten die Gäste an diesem Abend vor Ort probieren. „Die Backstube ist gerade fertig gestellt worden. Wir freuen uns, dass wir die ersten sein durften, die hier eine Veranstaltung machen“, sagte Dr.-Ing. Andrea Kaimann von der pro Wirtschaft GT, die den Innovations.Kreis.GT organisiert.

Doch Thema des Abends war nicht die Backtechnik, sondern es ging um das Thema „Zukunftssicherung – Bedeutung von Vernetzung und Komplexitätsbeherrschung“. Dass Kemper äußerst gut in der Region OWL und darüber hinaus vernetzt ist, berichtete Geschäftsführer Dr.-Ing. Hans-Jürgen Wessel. Wessel selbst ist Vorstandssprecher des Netzwerks OWL Maschinenbau und allein dadurch schon bestens verdrahtet. Darüber hinaus engagiert sich Kemper aber auch im Verein OWL-ViProSim und in der Wirtschaftsinitiative Kreis Gütersloh, die Mitgesellschafter der pro Wirtschaft GT ist. Außerdem arbeitet das Unternehmen mit Hochschulen zusammen, beteiligt sich an Forschungsprojekten und wirkt auch aktiv am OWL-Antrag für den Spitzenclusterwettbewerb der Bundesregierung mit. „Wir tragen damit zur Entstehung von Wissen bei“, sagte Wessel.

Auch die Beherrschung und vor allem die Reduzierung vom Komplexität ist für Kemper ein Thema: So ist die neueste Generation der Backanlagen nach dem Baukastenprinzip erweiterbar, so dass viele Produkte auf einer einzigen Anlage produziert werden können. Aber komplexe Vorgänge lassen sich auch durch kleinere Maßnahmen vereinfachen. Kemper hat zum Beispiel die Anzahl der Lieferanten und die Teilezahl in der Konstruktion reduziert.

Komplexitätsbeherrschung und Vernetzung sind zwei der sechs Handlungsfelder, mit denen sich die Studie „Maschinenbau in NRW – Spitze in 2020“ des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) beschäftigt. „Bei der Vernetzung spielt das Thema Clusterbildung eine große Rolle“, sagte Hans-Jürgen Alt, Geschäftsführer des VDMA NRW, beim Innovations.Kreis.GT. „Man muss wissen, wo Wissen entsteht.“ Vernetzte Unternehmen seien erfolgreicher, so Alt. Für die Komplexitätsbeherrschung sollten Unternehmen auf Spezialkompetenz, wertorientierte Leistungssysteme und ein schlankes Management setzen.

Zur Zeit liegt der nordrhein-westfälische Maschinenbau bundesweit auf Platz zwei (hinter Baden-Württemberg). „Wichtig dafür, dass wir die Spitze im Jahr 2020 erreichen, ist, dass Unternehmen und Gesellschaft in den sechs Handlungsfeldern zusammenspielen“, sagte Alt.

Der nächste Innovations.Kreis.GT findet nach der Sommerpause am 11. Oktober bei der Heinrich Kuper GmbH & Co. KG in Rietberg statt.

Quelle: pro Wirtschaft GT GmbH

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